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Reader: "Veranstaltung zur Spiritualität" für Haupt- und Ehrenamtliche in der Hospizarbeit des Saarlandes vom 06. Dezember 2003 im Katholischen Pfarrzentrum Heilig Kreuz in Saarbrücken

Mit Beiträgen von Klaus Aurnhammer, Volker Bier, Paul Herrlein, Gisela Nenno, Veronika Raß, Holger Sturm und Marianne Tusch.

Vorwort

Die Veranstaltung "Spiritualität in der Hospizarbeit" - so unser interner Arbeitstitel, der wohl zum ausgesprochenen Titel der Veranstaltung wurde - war in ihrem Ursprung eine Idee von Klaus Aurnhammer. Der wichtige und richtige Gedanke, die grundlegende Arbeit der Ehrenamtlichen im Saarland auf diese Weise zu würdigen - und damit nicht nur zu sagen, wie sinnvoll und gar nicht wegzudenken ihre Arbeit ist, sondern es auch zu zeigen und in die Tat umzusetzen - das zu würdigen, war Absicht unserer Veranstaltung. Ganz besonders zu danken ist Herrn Pfr. Volker Bier, dessen Impulsreferat Lebenswelt und Spiritualität zu versöhnen versucht…

Spiritualität ist ein legitimes Bedürfnis und unverzichtbares Anliegen eines jeden Menschen, und es geht dabei in erster Linie um Orientierung und Struktur, ja: um den Sinn des eigenen Lebens, wobei der Inhalt, nicht die Form entscheidend ist.
Eine innere, geistige Haltung zum Leben und zur Wirklichkeit, die Sinn, Halt, Trost und Mut gibt, gehört mit zu den Rahmenbedingungen je individueller Spiritualität.

Dem entsprechend fanden sich fünf Arbeitsgruppen, die je unterschiedliche Ausdrucksformen oder Erfahrungsformen von Spiritualität nicht reflektierten, sondern in praxi setzten:
1. Arbeitsgruppe: "Alle meine Lebensquellen sind in Dir" (Ps 87, 7): Eutonie, Körperarbeit, Psalmen und meditative Tänze. Leitung: Frau Veronika Raß, Dillingen
2. Arbeitsgruppe: Ein Bild von Ernst Alt; Joh. 20, 15-17: "Rühr´ mich nicht an". Leitung: Frau Gisela Nenno, Völklingen
3. Arbeitsgruppe: J. S. Bach: Kantate "Ich habe genug" (BWV 82); Gespräch über das Thema der Kantate. Leitung: Frau Marianne Tusch, zusammen mit Herrn Kimling-Wegener
4. Arbeitsgruppe: Stille: Erfahrung von Stille - Austausch und Aushalten Leitung: Herr Klaus Aurnhammer
5. Arbeitsgruppe: Max Frisch und der Tod: Kreatives Arbeiten mit Texten. Leitung: Herr Michael Sturm

Dieser Reader möchte eine Erinnerung sein, aber nicht nur das, sondern verschrifteter Anstoß, Spiritualität als den warmen Kern zu begreifen, der nur allzu oft unter dem Gerölle des Alltäglichen zu versinken droht.
Wir danken allen Arbeitsgruppen und Arbeitsgruppenleitern sowie allen Menschen, die sowohl zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben als auch durch ihre Bereitschaft, sich auf das Thema einzulassen, gezeigt haben, wie wichtig, aber auch wie dankbar Arbeit mit Menschen - Hospizarbeit - ist.

kompletter Reader zum Download, PDF ca. 55KByte

Wolfram Bröder, Saarbrücken 2004


Pressemeldung: Stellungnahme zum Pressebericht der Saarbrücker Zeitung vom 28.10.2004 mit dem Titel: "Bischof: Keine Sterbehilfe als Nachhilfe zum Sterben" anlässlich des Jahresempfanges des Katholischen Büros im Saarland
Autor: Guido Peters

Humane Sterbekultur - ein unpassendes Thema?

Kann das engagierte Plädoyer von Bischof Anton Schlembach für eine humane Sterbekultur wirklich ein unpassendes Thema für den Jahresempfang des Katholischen Büros sein? Ist es wirklich eine Zumutung, wenn ein Bischof auf ein drängendes Problem unserer Zeit hinweist? Wir, die saarländischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen aus beiden Bistümern, finden das nicht, ganz im Gegenteil: Das Schweigen wäre eine Zumutung, denn es ist Teil des Klimas, in dem der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe erst gedeiht. Es reicht nach unserer Auffassung und Erfahrung nicht aus, die Befürworter einer Legalisierung der aktiven Sterbehilfe zu kritisieren, da sie nicht unbedingt verantwortlich sind für ein Gesundheitswesen, das sich mit angemessenen Hilfen für Sterbende so schwer tut. Denn Deutschland ist in Palliativmedizin und Hospizarbeit noch immer ein Entwicklungsland. Im Klartext: Schwerkranken und Sterbenden wird in Deutschland noch immer viel zu oft Unerträgliches zugemutet. Passt das zu einer humanen Gesellschaft?

Paul Herrlein Vorsitzender

Saarbrücken, den 28. Oktober 2004

Kontakt: Paul Herrlein, LAG Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken 0681 927000 0681 9270013 www.hospiz-saarland.de


"Ich werde wiedererkannt" - Saarländischer Hospiztag zur einfühlsamen Kommunikation mit Sterbenden

St. Wendel – "Emphatie" ist die Fähigkeit eines Menschen sich in einen anderen Menschen hinein zu versetzen und ihn so zu verstehen. Emphatische Fähigkeiten und verschiedene Formen und Erfahrungen einer "einfühlenden Kommunikation in der Hospizarbeit" standen am 2. Oktober im Mittelpunkt des saarländischen Hospiztages 2004 in St. Wendel.

Rund 90 ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter saarländischer Hospizdienste waren der Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland ins Marienkrankenhaus gefolgt, an der Spitze Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Schirmherrin der Landesarbeitsgemeinschaft betonte die Bedeutung der Hospiztage als Treffen aller in der Hospizarbeit Engagierten. Hier würden wichtige Beiträge zur Fortbildung geleistet und die Hospizbewegung in die Gesellschaft hinein vorgestellt. Denn der Hospizgedanke müsse noch viel mehr um sich greifen, wolle man in der Auseinandersetzung um die aktive Sterbehilfe eine überzeugende Alternative bieten. Die Alternative bestehe in der Begleitung der Schwerstkranken und Sterbenden gemeinsam mit dem Einsatz der palliativen (lindernden) Medizin. Die Innenministerin machte klar um was es ihr geht: "Wenn es uns nicht gelingt, diese Alternative deutlich darzustellen, dann werden wir die Debatte um die aktive Sterbehilfe verlieren."

Dr. Hanna Kaerger-Sommerfeld, Fachreferentin für Hospiz und Sterbebegleitung des Diakonischen Werkes in Düsseldorf, verdeutlichte in ihrem Impulsreferat die Bedeutung emphatischer Kommunikation mit Schwerstkranken. Die Wirklichkeit der Sterbenden sei im Wortsinn "ver-rückt". Im emphatischen Zuhören könnten diese Kranken ein Stück zurück geführt werden in die Normalität. "Ich werde wiedererkannt" oder "Ich bin noch der ich bin" seien wichtige Erfahrungen der Sterbenden, gefördert durch einfühlsame Zuhörinnen und Zuhörer. Lernen könne man diese Kommunikation durch das eigene Wollen, dadurch, dass man selbst anfängt. Die Hospizbewegung biete dazu eine Vielzahl von erfahrungsorientierten Seminaren und Fortbildungen an. Hier werde orientiert am eigenen Verlust und eigener Trauererfahrung eine reflektierte Kommunikation mit Schwerstkranken und Sterbenden erarbeitet und vermittelt.

Paul Herrlein, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft, machte deutlich, dass eine einfühlsame Kommunikation nicht die totale Identifikation mit den beteiligten Kranken und deren Leiden sein könne. Wer auf Dauer helfen wolle, müsse "achtsam mit sich selbst sein" und dürfe "nicht vor Mitleid zerfließen." Derzeit aber sieht Herrlein diejenigen, die sich in einer einfühlenden Kommunikation mit Schwerstkranken bemühen im Gesundheitssystem eher bestraft. So drohten Schließungen von Palliativstationen durch die Einführung des Fallpauschalensystems in den Kliniken, Hausärzte, die sich für ihre schwerkranken Patienten die "not-wendige Zeit" nehmen, würden dafür "viel zu gering oder gar nicht vergütet." Auch den Pflegediensten ginge es nicht anders, hier werde die Medikamentenausgabe oder die Hilfe beim Waschen bezahlt, nicht aber das "dringend anstehende einfühlsame Gespräch." Dann müsse es nicht wundern, wenn Schwerkranke und Sterbende immer mehr das Gefühl bekämen, zur Last zu fallen.

Saarbrücken, den 4. Oktober 2004

Bischöfliche Pressestelle Trier, Redaktion Saarbrücken


Pressemitteilung: VORANKÜNDIGUNG HOSPIZTAG 2004 - Einfühlende Kommunikation in der Hospizarbeit - 02. Oktober 2004 ab 09.00 Uhr - St. Wendel, Aula der Reha-Klinik am Marienkrankenhaus, Am Hirschberg 

Einfühlende Kommunikation in der Hospizarbeit - so lautet das Motto unseres diesjährigen Hospiztages. 

Dabei stellen sich für die Hospizarbeit u. a. so entscheidende Fragen wie: Wie kann es gelingen, schwerkranke und sterbende Menschen zu erreichen? Was kann man mit Sterbenden reden? Und was ist das Besondere daran? Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Art, wie ein Mensch stirbt, und der Kommunikation mit ihm? 

Unsere Referentin, die Psychologin Frau Dr. Hanna Kaerger-Sommerfeld, hat sich mit dem kommunikativen Aspekt der Sterbebegleitung auf vielfältige Weise auseinander gesetzt. 

Der Vortrag wird Ausgangspunkt der Arbeitsgruppen sein; aufgegriffen werden dabei wichtige Fragestellungen wie: 
Was und wie können wir kommunizieren, damit die Menschen auf eine palliative Versorgung und hospizliche Begleitung vertrauen können? Wie sind die Menschen, die sich engagieren, auf die Kommunikationssituation mit Sterbenden vorbereitet? Braucht es besondere Angebote? 

Außerdem besteht Gelegenheit, sich über die zahlreichen saarländischen Einrichtungen zu informieren. 

Nähere Informationen bei Wolfram Bröder, LAG Hospiz Saarland e.V. Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken 0681 92700-30 0681 92700-13


Pressemitteilung - St. Jakobus Hospiz: Zehn Jahre ambulante Hospizarbeit - Zehn Jahre in der Verantwortung für Schwerkranke und Sterbende

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des St. Jakobus Hospizes Saarbrücken wird am Mittwoch, den 7. Juli 2004 gefeiert: Weihbischof Dr. Robert Brahm und der Vorsitzende der Caritasverbände Saarbrücken und Schaumberg-Blies, Landespolizeidekan Dr. Rolf Dillschneider, zelebrieren in der Kapelle der Barmherzigen Brüder in Bad Rilchingen einen Dankgottesdienst. Beim anschließenden Festakt werden die saarländische Gesundheits- und Sozialministerin, Frau Dr. Regina Görner, die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz, Frau Gerda Graf, die Aufsichtratsvorsitzende der Marienhaus GmbH, Waldbreitbach, Sr. Edith-Maria Magar sowie der Leiter der Landesvertretung des Verbands der Angestellten und Arbeiterersatzkassen, Herr Armin Lang, zu Wort kommen und aus ihrer Sicht Stellung nehmen zur Situation der ambulanten Hospizarbeit und des St. Jakobus Hospizes.
Dazu Paul Herrlein, Hospizleiter und Geschäftsführer des Hospizes und Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland e.V.:

Bereits seit 10 Jahren widmet sich das ambulante St. Jakobus Hospiz der Betreuung, Begleitung und Pflege Schwerstkranker und Sterbender zuhause, in der eigenen Wohnung. Mehr als 1200, meist krebskranke Menschen nahmen in diesem Zeitraum das ambulante Hospiz vor allem im Stadtverband Saarbrücken in Anspruch. Diese sehr erfreuliche Entwicklung war und ist nicht selbstverständlich. Denn als im Sommer 1994 die vier Gesellschafter des Hospizes - der Barmherzige Brüder Trier e.V., die Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken mbH (cts), die Krankenschwesterngenossenschaft der Schwestern vom Heiligen Geist mit Sitz in Koblenz und die St. Elisabeth Stiftung und hier insbesondere die Marienhaus GmbH Waldbreitbach - das Hospiz aus der Taufe hoben, war überhaupt nicht klar, ob dieses Projekt eine Zukunft haben wird: Denn wer damals wie heute sich der Hospizarbeit verpflichtet, ist vielfach mit Verdrängung und Ängsten konfrontiert, mit institutionellem und verbandlichem Gegenwind, mit unzureichender rechtlicher Absicherung und fehlenden finanziellen Mitteln. Dass es dennoch gelungen ist, dass das St. Jakobus Hospiz heute ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Hilfeangebotes für Sterbenskranke und ihre Angehörigen im Saarland ist, hat mehrere Gründe:
Zu nennen ist die bewundernswerte Ausdauer der vier Gesellschafter und ihre Bereitschaft, in diesen schwierigen Zeiten Jahr für Jahr erhebliche finanzielle Mittel für diese wichtige Arbeit bereitzustellen. Anfangs waren sie damit fast ganz alleine, erst in den letzten Jahren konnten zusätzliche Finanzquellen erschlossen werden, wie etwa Leistungen der Krankenkassen und die Verankerung ambulanter Hospizarbeit in der Krankenversicherung (seit 2002), die Unterstützung durch den 1997 gegründeten Förderverein des Hospizes, die Förderung durch den Stadtverband Saarbrücken und das Land, nicht zuletzt durch die vielen Privatpersonen und Institutionen, die durch ihre Zuschuss- und Spendenbereitschaft wesentlich zum Erhalt des Hospizes beitragen. Insgesamt wurden bislang bald fast 3 Mio. Euro aufgebracht, wobei fast die Hälfte alleine von den Gesellschaftern beigesteuert wurde.
In der wirtschaftlichen Entwicklung spiegelt sich der Entfaltungsprozess der ambulanten Arbeit des St. Jakobus Hospizes: Als einzige ambulante Hospizeinrichtung im Saarland verbindet sie die qualifizierte Sterbebegleitung geschulter ehrenamtlicher Hospizmitarbeiterinnen mit der ambulanten Palliativpflege, die die behandelten Haus- und Fachärzte engmaschig in Schmerztherapie und Symptomkotrolle unterstützen und die sehr aufwändige palliative Pflege erbringen. Die Arbeit wird von einem multiprofessionellen Team geleistet, das heute aus 10 hauptamtlichen und 45 ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen besteht, ergänzt durch Honorarkräfte für die Trauerbegleitung sowie das vielfältige Angebot im Bereich der Fort- und Weiterbildung. Fachlich begleitet wird die ambulante Hospizarbeit durch einen Hospizbeirat, in dem Experten aus Medizin und Pflege, Sozialarbeit und Seelsorge die Arbeit des Hospizes inhaltlich und konzeptionell weiterentwickeln. Dazu gehört auch, dass sich das Hospiz an weiteren Projekten wie den ambulanten Hospizen in Völklingen und Neunkirchen beteiligt und eine aktive Rolle in der Weiterentwicklung der Hospizarbeit in den Gremien auf Landes- wie auf Bundesebene übernimmt.
Denn gerade in der Versorgung von Schwerkranken und Sterbenden in ihrer häuslichen Umgebung bestehen in Deutschland noch die größten Defizite. Noch immer gibt es hier zu wenig Palliativmedizin, zu wenig ambulante Palliativpflege, auch die ehrenamtliche Sterbebegleitung, noch am weitesten verbreitet, ist noch lange nicht so entwickelt, wie sie sein müsste. Noch immer sterben Menschen ganz ohne hospizlich-palliative Versorgung, sie können oft nicht zuhause bleiben, obwohl sie nichts lieber wollen. Eigentlich ist es ein Skandal, dass es mit Ausnahme von einigen wenigen Einzelprojekten in Deutschland im Grunde keine medizinisch-pflegerische Versorgung im ambulanten Sektor gibt. Ein Skandal nicht nur, weil die erforderliche medizinische Hilfe durchaus bereit gestellt werden könnte, sondern auch, weil sterbende Menschen damit grundlos ihre vertraute Umgebung verlassen müssen und so ihres Grundrechtes auf Freizügigkeit beraubt werden. Und weil dies so ist, müssen noch immer die meisten Menschen in Deutschland in stationären Einrichtungen sterben, immer mehr Menschen wollen sich durch Patientenverfügungen gegen unangemessene Behandlung und Aufenthalt schützen, der Ruf nach Legalisierung der Euthanasie wird immer lauter. Die zehnjährige Erfahrung des St. Jakobus Hospizes beweißt jedoch: Hospizarbeit und Palliativmedizin können sich auch zuhause entfalten, gerade dort ist selbstbestimmtes Sterben in Würde ganz ohne aktive Sterbehilfe möglich. So können ca. 80% aller Schwerkranken zuhause leben und zuhause sterben, wenn die ambulante Hospiz- und Palliativversorgung in Anspruch genommen wird. Dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt, zeigt die Statistik: Im Saarland sterben immerhin bis zu 4000 Menschen pro Jahr, die von ambulanten Hospizeinrichtungen betreut werden könnten. Zuhause sterben nicht einmal 20%, noch weniger werden durch ambulante Hospize betreut.
Von daher gilt für das St. Jakobus Hospiz, seine christlich-caritative wie ethisch-humane Zielsetzung auch in Zukunft mit aller ihm zur Verfügung stehenden Kraft in der ambulanten Hospizarbeit in Verantwortung für die Sterbenden und ihre Angehörigen zu verwirklichen.

Saarbrücken, den 7. Juli 2004

Paul Herrlein, St. Jakobus Hospiz, Gemeinnützige GmbH, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken, 0681 927000  0681 9270013    www.stjakobushospiz.de


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Saarbrücken, 29. April 2004


Pressemitteilung - Trost und Hilfe in schwerer Zeit

Tagesveranstaltung für Trauernde am Samstag 08. Mai 2004 in Kleinblittersdorf-Bad Rilchingen

Das St. Jakobus Hospiz veranstaltet zusammen mit der Katholischen Erwachsenenbildung in der Region Saarbrücken ein Trostseminar für Trauernde. Angesprochen sind alle, die zusammen mit anderen Betroffenen, den Verlust eines Nahestehenden schmerzlich erfahren haben und Ihrer Trauer Raum und Zeit geben wollen. Unter der Leitung von Frau Beatrix Michalak, Dipl. Theologin, Notfallseelsorgerin und Herrn Günter Schwan, Diakon, wird den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, gemeinsam mit anderen Trauernden die eigene Erfahrung aufzuarbeiten und Trost und Wege in der Trauer zu finden.
Das Seminar findet am Samstag, den 08. Mai 2004 von 9.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr im Haus Vinzenz der Barmherzigen Brüder in Kleinblittersdorf - Bad Rilchingen statt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 30 € inkl. Verpflegung.
Anmeldeschluss: 29. April 2004.

Nähere Informationen erhalten Sie über das: St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5 in 66117 Saarbrücken 0681 92700-0 und über Für Rückfragen hinsichtlich der Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an das: St. Jakobus Hospiz Am Ludwigsplatz 5 66117 Saarbrücken 0681 92700-0 0681 92700-13 Informationen zur Einrichtung im Internet unter: www.stjakobushopsiz.de Zur Hospizbewegung im Saarland: www.hospiz-saarland.de


Infobrief 01/2004 - Allen Mitgliedern der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und den Vertretern von Diakonie und Caritas

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

gerade war noch Weihnachten, und schon sind wir im April 2004. Wir hoffen, Sie hatten einen guten Start ins neue Jahr, und wir wünschen Ihnen natürlich alles Gute! In unserem ersten Info-Brief für dieses Jahr finden Sie alles Wissenswerte rund um die LAG.

Aktuelles, Termine, Aktivitäten

Saarbrücken, 7. April 2004


Pressemitteilung - Einladung zu dem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Niederschlag zum Thema: "Ars moriendi - kann man das Sterben lernen?"

Im Rahmen der "Woche für das Leben - Die Würde des Menschen am Ende seines Lebens" hält Herr Prof. Dr. Heribert Niederschlag, -Lehrstuhl für Moraltheologie, Philosophisch-Theologische Hochschule in Vallendar- zu dem Thema: "Ars moriendi - kann man das Sterben lernen?" einen Vortrag.

Der Vortrag findet am 28. April 2004, von 17.00 bis 19.00 Uhr, in der Cafeteria St. Vinzenz, bei den Barmherzigen Brüder gGmbH, Einrichtung der Alten- und Behindertenhilfe, Peter-Friedhofen-Straße 1 in 66271 Kleinblittersdorf statt.

Nähere Informationen erhalten Sie über: das St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5 in 66117 Saarbrücken 0681 92700-0 und über oder bei den Barmherzigen Brüder, Peter-Friedhofen-Straße 1 in 66271 Kleinblittersdorf / Rilchingen 06805 960-0 und über (Frau Doris Schwaben).

Saarbrücken, den 5. April 2004


Aus aktuellem Anlass möchten wir nochmals auf die erste öffentliche Vorstellung und Lesung des neuen Buches von Sabine Bode

"Die vergessene Generation" - Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

am Donnerstag, dem 18. März 2004, 20:00 Uhr im Haus der menschlichen Begleitung, 51465 Bergisch Gladbach, Kürtener Str. 10  hinweisen.

Die Bedeutung, Aktualität und Wichtigkeit dieses Buches zeigt sich, dass der FOCUS in seiner aktuellen Ausgabe, Nr. 10, über dieses Buch auf den Seiten 148-150 berichtet!!!!!!!

Was viele bislang nur ahnten, wird nun zunehmend offen ausgesprochen: Der schon 60 Jahre zurückliegende Krieg zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Die Angehörigen der vergessenen Generation - in etwa die Jahrgänge von 1930 bis 1945 - haben bisher stets nach vorn geblickt, hart gearbeitet, Deutschland wiederaufgebaut, eine Familie gegründet. Offenbar gab es für ein prägendes Lernprogramm: "Überleben", nicht "Leben", erst recht nicht "Gut leben". Eine tüchtige Generation, zuverlässig und korrekt. Immer hat man funktioniert. Vom Krieg wollte man nichts hören.  Heute sind die  Kriegskinder in Rente, und zum ersten Mal schauen sie zurück. Sie fangen an zu begreifen, dass häufig Unerklärbares und Irritierendes in ihrem Leben auf ihre Kriegserlebnisse zurückzuführen ist. Und sie fangen an, darüber zu sprechen. Auch die Kinder und Enkelkinder beginnen, sich mit der vergessenen Generation zu beschäftigen. Sie wollen verstehen, warum ihre Eltern so sind, wie sie sind, und was sie geprägt hat. Warum konnte man bestimmte Dinge mit ihnen einfach nicht besprechen?

Sabine Bode, Jahrgang 1947, war Redakteurin beim Kölner Stadt-Anzeiger. Seit 1977 lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Köln und arbeitet überwiegend für die Kulturredaktionen des Hörfunks von WDR und NDR. Zusammen mit Fritz Roth schrieb sie die beiden Bücher "Der Trauer eine Heimat geben" und "Wenn die Wiege leer bleibt" (Lübbe). Ihr jüngstes Buch "Die vergessene Generation" erschien im Februar 2004 bei Klett-Cotta.

Auf ihre Initiative hin veranstaltete die Private Trauerakademie Fritz Roth im November 2002 und im Juni 2003 zwei Tagungen zum Thema "Eine unauffällige Generation und die vergessene Trauer", die sich mit den Folgen der Kriegskindheit in Deutschland beschäftigen.

Eintritt frei

Im Anschluss an die Lesung besteht bei einem Getränk die Gelegenheit zum Gespräch mit der Autorin.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, bitten wir um Anmeldung.

www.puetz-roth.de

Bergisch Gladbach, 8. März 2004


Pressemitteilung - Vorstand im Amt bestätigt

Jahreshauptversammlung der LAG Hospiz bestätigt den bisherigen Vorstand.
Landesweite ambulante Versorgung immer noch unzureichend: Flächendeckung als Ziel.
Saarländischer Hospiztag am 2. Oktober in St. Wendel.

Der Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland e.V. wurde bei der Mitgliederversammlung am 22. Januar 2004 im Krankenhaus St. Michael Völklingen für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt.
Neben dem 1. Vorsitzenden Paul Herrlein (Saarbrücken) und dem 2. Vorsitzenden Pfarrer Jürgen Stengel (Saarlouis) sind das Gisela Nenno (Völklingen), Ute Seibert (Saarbrücken), Klaus Aurnhammer (Völklingen), Winfried Schäfer (St. Wendel) und Markus Schneider (Merzig-Wadern), sowie in beratender Funktion Frau Renate Ritter-Hoffmann (Diakonisches Werk Saar) und Hildegard Eynöthen (Caritas Trier).
Zu Beginn des fünften Jahres seit ihrer Gründung im Januar 2000 sind 20 Einrichtungen Mitglied der LAG: 16 verschiedene Hospizgruppen und Hospizdienste, zwei stationäre Hospize (Saarbrücken und St. Wendel) sowie zwei Palliativstationen (Saarbrücken und Völklingen).

Wichtige Etappenziele sind im letzten Jahr erreicht worden; das wichtigste ist die Entwicklung einer ambulanten Versorgungsstruktur im Saarland, die es schwerstkranken und sterbenden Menschen ermöglicht, zuhause im vertrauten Umfeld bei Angehörigen und begleitet sterben zu können: Ambulante Hospiz- und Palliativ-Zentren (AHPZ), die sich derzeit noch in der Aufbauphase befinden, koordinieren und vernetzen auf Landkreisebene eine individuelle Versorgung. Der flächendeckende Ausbau der ambulanten Hospizversorgung ist das weitere Ziel der Landesarbeitsgemeinschaft.
Der Anteil der ambulanten hospizlichen Versorgung sterbender Menschen ist noch verschwindend gering gegenüber dem der stationären; daher wird die Sensibilisierung von Politik und Gesellschaft verstärkt fortgesetzt - bislang bereits erfolgreich am Runden Tisch Hospiz und in zahlreichen Arbeitskreisen und öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. Die LAG Hospiz wird sich weiter für die Belange sterbender Menschen einsetzen.

Der Saarländische Hospiztag 2004 möchte mit dazu beitragen, das wichtige Anliegen der LAG der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Er wird am 02. Oktober 2004 in St. Wendel stattfinden.

Nähere Informationen bei: Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland e.V., Koordination, Herr Wolfram Bröder, Am Ludwigsplatz 5 66117 Saarbrücken, 0681 92700-30 0681 92700-13 www.hospiz-saarland.de

Saarbrücken, 23. Januar 2004


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