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Pressemitteilung - Saarbrücken, den 2. Dezember 2005

Es geht letztlich um uns alle.
Mitgliederversammlung des Fördervereins St. Jakobus Hospiz e.V.

Auf der diesjährigen Hauptversammlung des Fördervereins St. Jakobus Hospiz am 28.11.2005 standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Fast alle Mitglieder des bisherigen Vorstandes unter Vorsitz von Horst Gehlen, ehemaliger Vizepräsident des saarländischen Rechnungshofes, stellten sich wieder zur Wahl und wurden einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt: Neben Gehlen als Vorsitzendem gehören dem Vorstand Frau Roswitha Schmitt-Winter als stellv. Vorsitzende, Herr Rechtsanwalt Michael Kluge als Schriftführerin und Frau Ingrid Susbielle an, die für ihr ehrenamtliches Engagement vor kurzem erst von der Aktion Menschen für Menschen ausgezeichnet wurde. Neu im Vorstand ist Frau Rita Best, die seit Jahren ehrenamtlich in der Hospizarbeit tätig ist und sich nun um die Finanzen des Fördervereins kümmern wird.
In seinem Tätigkeitsbericht verwies Herr Gehlen insbesondere auf die Aktivitäten der fast 220 Mitglieder des Vereins, die es bislang ermöglicht haben, dass rund 150000 Euro der ambulanten Betreuung und Pflege von Sterbenden zur Verfügung gestellt werden konnten. In diesem Jahr kommt eine weitere Spende von 15000 Euro hinzu. Aber auch die anderen Aktivitäten des Fördervereins, wie etwa die Gewinnung von Sponsoren oder die Auseinandersetzung mit dem Themenkreis „Krankheit, Sterben und Trauer“, wie sie z.B. regelmäßig im Saarbrücker Hospizgespräch ermöglicht wird, tragen dazu bei, dem zentralen Ziel des Fördervereins näher zu kommen: Die Hospizidee in der Gesellschaft zu verankern und bessere Rahmenbedingungen für Hospizarbeit und Palliativmedizin zu schaffen.
Paul Herrlein, Leiter des St. Jakobus Hospizes, bedankte sich bei den Mitgliedern für die großartige Unterstützung. Die ambulante Hospizarbeit wird immer bekannter und vor allem immer mehr in Anspruch genommen. Aus dem kleinen Team aus drei Personen ist mit der Unterstützung des Fördervereins ein Dienst mit fast 50 qualifizierten Ehrenamtlichen und 10 hauptamtlichen Mitarbeitern geworden, der im Jahr 2005 mehr als 200 mal und damit so oft wie nie zuvor in Anspruch genommen worden ist. Auch die Trauerbegleitung und die Schulungsarbeit der ambulanten Hospiz- und Palliativeinrichtung werden stark nachgefragt. Dennoch bleibt noch viel zu tun, da noch immer viel zu wenig Schwerkranke die ambulanten Hilfen in Anspruch nehmen. Für Horst Gehlen und den Förderverein steht fest: „Wir wollen weiterhin unseren Beitrag zur ambulanten Hospizarbeit leisten und vor allem, noch mehr Menschen für unsere Zielsetzung und unseren Verein gewinnen. Denn es geht nicht nur um die Schwerkranken und Sterbenden, es geht doch letztlich um uns alle!“

Weitergehende Informationen bei Paul Herrlein, St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken 0681 92700-0 0681 9270013 paul.herrlein@stjakobushospiz.de www.stjakobushospiz.de


Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz zur Ansicht des Hamburger Justizsenators Roger Kusch zu „Leben und Sterben in Würde“

Der Hamburger Justizsenator Roger Kusch (CDU) hat am 11.Oktober 2005 in der Rubrik „Ansichtssache“ des Hamburger Abendblattes unter dem Titel „Leben und Sterben in Würde“ ein klares „Ja“ zur aktiven Sterbehilfe formuliert. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz als Dachverband und Vertretung der Hospizbewegung in Deutschland ist erschüttert, dass inzwischen selbst CDU-Politiker, die sich zumindest programmatisch der Bewahrung des Lebens verschrieben haben, die aktive Sterbehilfe der Sterbegleitung vorziehen. Wer die Tötung auf Verlangen fordert, hat sich mit Sterbenskranken und ihren Bedürfnissen, aber auch mit den Möglichkeiten der Hospizbegleitung und Palliativmedizin zuwenig auseinandergesetzt. Die tägliche Praxis der Hospizarbeit zeigt, dass ein würdevolles Leben bis zuletzt möglich ist: Es geht darum, einer möglichen Vereinsamung der Sterbenden in unserer Gesellschaft die psychosoziale Begleitung durch befähigte Ehrenamtliche entgegenzusetzen, in Fragen nach dem Sinn des Lebens und Sterbens eine spirituelle Hilfestellung zu geben und die körperlichen Leiden durch die Möglichkeiten der modernen Palliativmedizin und -pflege wirksam und dauerhaft zu lindern. Wo dies gelingt (und die Hospizarbeit ist im wahrsten Sinne des Wortes ein ‚lebendiges’ Beispiel dafür) reduziert sich der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe auf einen Promillebereich. Diese Erfahrung steht in deutlichen Gegensatz zu den Ergebnissen von Umfragen, die nach der Befürwortung von aktiver Sterbehilfe in gesunden Tagen fragen. Eine soziale und verantwortungsvolle Gesellschaft wird sich daran messen lassen müssen, ob sie hospizliche Sterbebegleitung als ‚Grundversorgung’ für ein würdevolles „Leben bis zuletzt“ (!) bereitstellt. Mit dem Verweis auf eine zweifelhafte Autonomie und eine buchstäblich ‚finale’ Befreiung von Leid wird sonst das menschliche Leben zu Disposition gestellt. Wir setzen uns deshalb für eine flächendeckende ambulante und stationäre Hospiz- und Palliativversorgung ein, die die Menschen in ihrer letzten Lebensphase so aufnimmt, dass der Ruf nach aktiver Sterbehilfe verstummt.

Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz, Am Weiherhof 23, 52382 Niederzier 02428 802937 02428 802892 bag.hospiz@hospiz.net www.hospiz.net


Für eine lebensbejahende Kultur des Sterbens: Erfahrungen aus der Hospizarbeit

Presseerklärung zum Deutschen Hospiztag am 14. Oktober 2005

Paul Herrlein, Vorsitzender

Saarbrücken, den 12. Oktober 2005

Der 14. Oktober lenkt seit fünf Jahren als Deutscher Hospiztag die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Hospizbewegung und ihr Anliegen, schwerkranken Menschen Leben bis zuletzt und Sterben in Würde zu ermöglichen. In diesem Jahr gewinnt dieses Anliegen besondere Bedeutung , da mit der Etablierung der Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas in Deutschland die Diskussion um die aktive Sterbehilfe neu entfacht wurde.

Davon unabhängig hat sich in den vergangenen Jahren im Saarland eine lebendige und leistungsfähige, von der lebensbejahenden Kultur des Sterbens getragene Hilfestruktur entwickelt. Das Saarland ist mit seinen „Ambulanten Hospiz- und Palliativzentren“ (AHPZ) in Deutschland führend bei der Entwicklung einer flächendeckenden ambulanten Versorgungsstruktur, auch bei den Plätzen in stationären Hospizen und Palliativstationen liegt es in der Versorgungsdichte in Deutschland an der Spitze. Ebenso wird im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung viel getan. Besonders wichtig ist das große Engagement der rund 600 Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich in der Sterbebegleitung Tag für Tag für Schwerkranke und ihrer Angehörigen einsetzen und so zeigen, dass Hospizarbeit mitten in der Gesellschaft und nicht in spezialisierten Diensten ihren Platz hat.

gesamte Presseerklärung (3 A4-Seiten)

Weitere Informationen bei: Paul Herrlein, Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland e.V., Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken
0681 92700-0 0681 92700-13 paul.herrlein@stjakobushospiz.de www.hospiz-saarland.de


Pressemitteilung Hospizhelferkurs 2005 / 2006 St. Jakobus Hospiz

Befähigungskurs "Sterbende begleiten" beginnt im November

Das St. Jakobus Hospiz Saarbrücken veranstaltet vom 09. November 2005 bis 06. Mail 2006 wieder einen Befähigungskurs für Menschen, die interessiert sind, schwerstkranke und sterbende Menschen zu begleiten sowie Angehörige und Trauende zu unterstützen. Der Kurs will Orientierungshilfen geben und die erforderlichen Kenntnisse vermitteln, vor allem aber ermutigen und Menschen zur Sterbebegleitung innerhalb und außerhalb von Hospizeinrichtungen befähigen.
Der Kurs umfasst einen 60-stündigen theoretischen Teil und ein Praktikum von 20 Stunden. Die Kostenbeteiligung der Teilnehmer beträgt 35 €.
Nähere Informationen zu diesem Kurs erhalten sie am Mittwoch 12. Oktober um 19.00 Uhr in den Räumen des St. Jakobus Hospizes, Am Ludwigsplatz 5 in Saarbrücken oder unter 0681-927000.

Saarbrücken, den 23. September 2005

Weitere Auskünfte erteilt Herr Roland Best, St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken 0681-927000 0681-9270013 st.jakobus.hospiz@t-online.de


Flyer Hospiz- und Palliativeinrichtungen im Saarland, Stand: September 2005


Nachruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz:

Dame Cicely Saunders gestorben.


Pressemitteilung

Das St. Jakobus Hospiz veranstaltet in Kooperation mit den Barmherzigen Brüdern am 03. Mai 2005 um 19:00 Uhr in der

Peter-Friedhofen-Straße1
66271 Kleinblittersdorf-Rilchingen

(Cafeteria St. Vinzent) eine Informationsveranstaltung.
Thema: Wer bestimmt am Lebensende? - die Patientenverfügung, aus der Sicht der Hospizbewegung -

St. Jakobus Hospiz gGmbH, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken
0681 92700-0 0681 92700-13 st.jakobus.hospiz@t-online.de


Umgang mit Patientenverfügungen

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat als Ausarbeitung ihrer Kammer für Öffentliche Verantwortung eine Schrift veröffentlicht, in der die Frage des Umgangs mit Patientenverfügungen erörtert und ethisch bewertet wird. Wir wollen Sie auf diese Veröffentlichung hinweisen:

www.ekd.de/download/ekd_texte_80.pdf

Dr. Eberhard Pausch, Kirchenamt der EKD, Herrenhäuser Str. 12, D-30419 Hannover
0511 2796408 511 2796709 eberhard.pausch@ekd.de www.ekd.de


Pressemeldung: Workshop "Trauer - Umwandlung" in Lebach

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Saarbrücken bietet das St. Jakobus Hospiz am 1. April und 2. April 2005 einen Workshop "Trauer Umwandlung" im Schönstatt-Zentrum in Lebach an.
Der Verlust eines geliebten Menschen bedeutet für die Hinterbliebenen oft eine schmerzliche Zeit der Trauer. Im Rahmen des Workshops unter Leitung des erfahrenen Trauerbegleiters Roland Schaefer soll es Menschen mit aktueller Trauer und Menschen mit tiefliegender alter Trauer ermöglicht werden, sich intensiv mit der eigenen Trauer auseinanderzusetzen. Die TeilnehmerInnen können die eigene bedrückende Trauer bearbeiten, um anschließend leichter ihren Alltag zu gestalten. Neue Erfahrungen mit der eigenen Trauer sind möglich. Die Angst wird weniger und durch das Loslassen kann neue Lebensenergie für die tägliche Lebensgestaltung freigesetzt werden. Der Workshop ist von den bekannten Therapieansätzen abgegrenzt und hilft den Trauernden zur Selbständigkeit und Selbstverantwortung durch das Erkennen der eigenen Ressourcen.

St. Jakobus Hospiz Saarbrücken

Saarbrücken, den 4. März 2005

Weitere Informationen sind beim St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken, 0681 927000 zu erhalten.


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