St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken
Presseerklärung anlässlich der Übergabe von zwei Peugeot 107 für die
ambulante Hospizarbeit am 13.12.2006 am Ludwigsplatz in Saarbrücken
Zuverlässige ambulante Hospiz- und Palliativversorgung braucht
zuverlässige Fahrzeuge
Das St. Jakobus Hospiz Saarbrücken betreut seit 1995 schwerstkranke und
sterbende Menschen, die bis zuletzt zuhause leben wollen. Im Laufe der Jahre
hat sich ein abgestuftes Angebot an Hilfen entwickelt, d.h. die betroffenen
Patienten und ihre Angehörigen können qualifizierte ehrenamtliche
Sterbebegleitung, palliative Beratung, und Pflege, sowie umfangreiche
organisatorische Hilfen in Anspruch nehmen. Um die notwendigen Hilfen auch
zuverlässig und bedarfsgerecht erbringen zu können, sind die 18 haupt- und
60 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf zuverlässige
Fahrzeuge angewiesen. In einer gemeinsamen Aktion des Lionsclubs Saarbrücken
- St. Johann, der Peugeot Saartal GmbH und des St. Jakobus Hospizes wurden
nun zwei neue Peugeot 107 in den Hospizdienst gestellt, die wie Professor
Norbert Zenner als Vorsitzender des Lionsclubs betonte, den gestiegenen
Anforderungen an die Mobilität in der ambulanten Hospizarbeit gerecht werden
sollen. Diese verdeutlichte Hospizleiter Paul Herrlein an der
Inanspruchnahme des Hospizes: Im Jahr 2005 haben rund 220 Patienten das
Hospiz in Anspruch genommen, im Jahr 2006 sind es aktuell bereits 260,
darunter 19 Kinder. Und Dr. Ludwig Distler, Vorsitzender des Hospizbeirates
wies darauf hin, dass mit Blick auf die anstehende Gesundheitsreform von
einer weiteren Zunahme der ambulanten Hospizarbeit auszugehen sei. Lothar
Heitz, Verkaufsleiter der Peugeot Saartal GmbH freute sich, dass der
Fuhrpark des Hospizes um zwei weitere Peugeot 107 erweitert werden konnte
und die Fahrzeuge maßgeblich dazu beitragen, die Versorgung Schwerstkranker
zuhause sicher zu stellen.
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Bei
der Schlüsselübergabe (v.l.n.r.): Christiane Sebastian-Welsch, Ärztin,
Lothar Heitz Peugeot Saarland, Paul Herrlein Hospizleiter, Profe. Norbert
Zenner, Präsident des Lionsclub Saarbrücken St. Johann, Hanna Fischer,
Pflegedienstleiterin |
Weiter Informationen bei Paul Herrlein St. Jakobus Hospiz Am Ludwigsplatz
5
0681-927000
0681-9270013
www.stjakobushospiz.de
St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken
Presseerklärung
31.10.2006
Pflegen bis zuletzt: Grundwissen Palliativ-Care
Das Ambulante Hospiz St. Josef Neunkirchen, das Hospiz Emmaus St. Wendel
und das St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken bieten in Zusammenarbeit mit der
Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier für Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen einen Kursus
Palliativ-Care-Grundwissen an.
Der Kurs umfasst vier Tages- und mehrere Abendveranstaltungen und beginnt um
19.00 Uhr (Ende 20.30Uhr), am 15. November 2006. Veranstaltungsort ist das
St. Josef-Krankenhaus Neunkirchen, Konferenzraum Haus Elisabeth,
Langenstrichstraße 44.
Aufbauend auf den eigenen Erfahrung mit Krankheit, Sterben und Trauer werden
medizinische, pflegerische, psychosoziale, spirituelle und
ethisch-rechtlichen Frage- stellungen in der Betreuung von Schwerkranken und
ihren Angehörigen aufgegriffen und erörtert. Der Kurs ist eine anerkannte
Maßnahme der beruflichen Weiterbildung. Deshalb ist eine Freistellung durch
den Arbeitgeber von bis zu drei Arbeitstagen pro Kalenderjahr möglich.
Anmeldungen und weitere Informationen beim St. Jakobus Hospiz in
Saarbrücken,
0681-927000
oder unter
www.stjakobushospiz.de.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte aus dem
Flyer
„Pflegen bis zuletzt“.
Pressemitteilung 17.10.2006
Kurs „Sterbende begleiten“ beginnt im
November
Das St. Jakobus Hospiz Saarbrücken veranstaltet am Mittwoch den
08.11.2006, 19:00 Uhr im Pfarrheim St. Paulus, Lebacher Str. 119, in
Saarbrücken einen Informationsabend über das im November 2006 beginnende
Seminar „Sterbende begleiten.“
Der Kurs richtet sich an Menschen, die interessiert sind, ehrenamtlich
Schwerkranke, Angehörige, Freunde und Trauende in deren schwierigen
Situation zu betreuen. Im Kursus werden erste Grundlagen zu den Themen der
palliativen Versorgung Schwerkranker, Krankheitsbilder, Kommunikation und
Wahrnehmung, rechtliche und soziale Aspekte bei einer hospizlichen Betreuung
vermittelt.
An 14 Abendterminen, beginnend am Mittwoch 15.11.06, jeweils um 19:00 Uhr,
referieren fachkompetente Referenten in den Räumlichkeiten des Pfarrheim St.
Paulus, Lebacher Str. 119, in Saarbrücken. Die Eigenbeteiligung der
Teilnehmer beträgt 35 €.
Nähere Informationen zu diesem Kurs erhalten sie im St. Jakobus Hospiz, Am
Ludwigsplatz 5 in Saarbrücken oder unter 0681-927000.
Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland e.V.
Presseerklärung
6.10.2006
Hospiztag 2006 - „Vernetzung in der Hospizarbeit“, 7.10.2006
Neunkirchen
Hospizarbeit hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt, immer
Menschen nehmen die Angebote der Hospizeinrichtungen dankbar in Anspruch.
Diese Entwicklung ist erfreulich, vor allem für die Sterbenden und ihre
Angehörigen. Hospizarbeit ist vielfältig geworden. Damit wächst aber auch
die Aufgabe, die Hospizarbeit in andere Bereiche des Gesundheits- und
Sozialwesens einzubringen. Ein entscheidender Weg ist, nach Möglichkeiten
der Vernetzung zu suchen. In ganz Deutschland und auch bei uns im Saarland
entwickeln sich Projekte, die sich der Frage widmen, wie die Erfahrungen der
Hospizarbeit und Palliativmedizin möglichst vielen Menschen zugute kommen
können.
So lautet Motto des saarländischen Hospiztages 2006 „Vernetzung in der
Hospizarbeit“.
Experten werden von ihren Erfahrungen berichten, die sie in
unterschiedlichen Projekten machen:
- So arbeiten ambulante Hospize intensiv an der Vernetzung mit
Hausärzten, Pflegediensten, Gemeinden und anderen sozialen Diensten.
- Bundesweit vorbildlich ist ein Konzept zur integrierten Versorgung im
palliativmedizinischen Bereich im Stadtverband Saarbrücken tätig.
- Als Kooperations- und Vernetzungsprojekt ist ein Kinderhospizdienst
entstanden.
- Im St. Wendeler Raum läuft mit Unterstützung der Landesregierung ein
Modellprojekt, das sich die Etablierung von Hospizarbeit in
Altenpflegeeinrichtungen zum Ziel gesetzt hat.
- Und schließlich kooperieren verschiedene katholische und evangelische
Gemeinden mit einem ambulanten Hospizdienst in einem Projekt für trauernde
Menschen.
Die Teilnehmer des Hospiztages erhalten Gelegenheit mit den Experten
intensiv Fragen zu dikutieren.
Der Hospiztag findet statt am 7.10. 9.00 - 13.30 Uhr im Dienstgebäude VII
des Landkreises Neunkirchen, Saarbrücker Straße in Neunkirchen.
In der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. haben sich die
meisten der saarländischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen
zusammengeschlossen. Der selbst gewählte Auftrag ist es, die Hospizidee in
der saarländischen Gesellschaft zu etablieren und voran zu treiben. Dazu
dient der intensive Austausch untereinander, die Erarbeitung gemeinsamer
Konzepte, aber auch die gemeinsame Vertretung hospizlicher Interessen
gegenüber der Politik, den Kostenträgern und den Fachverbänden. Auch diese
Arbeit ist ein Teil der geforderten Vernetzungsarbeit. Auch wenn auf diesem
Weg schon einiges erreicht wurde, ist noch vieles zu tun.
Angesichts ökonomischer Zwängen zum Sparen, ethischer (Fehl-)Entwicklungen
im Bereich der Sterbehilfe, einer weiterhin ungenügenden Ausbildung der
Fachkräfte im Bereich von Palliativmedizin und Palliativpflege und einer
immer älter, aber auch kränker werdenden Gesellschaft ist Hospizarbeit
nötiger denn je. Es gilt das bürgerschaftliche Engagement zu stärken,
lokale, regionale und überregionale Strukturen zu schaffen, die in der Lage
sind, die Ziele der Hospizarbeit und Palliativmedizin effektiv anzugehen,
Impulse für die Aus-, Fort- und Weiterbildung zu setzen und den Dialog mit
bereits etablierten Diensten und Einrichtungen des Gesundheits- und
Sozialsystems zu suchen. Die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland
entwickelt diese Arbeit seit sechs Jahren mit guten Erfolgen.
„Der Bedarf ist da, die Akzeptanz nimmt zu“
Presseerklärung 27.09.2006
Ambulanter Kinderhospizdienst Neunkirchen – Saarbrücken – Völklingen
veranstaltete erste Fachkonferenz zur Ambulanten Kinderhospizarbeit im
Saarland
Neunkirchen. „Eine Idee nimmt Gestalt an“, mit diesen Worten
begrüßte Paul Herrlein, der Geschäftsführer des Ambulanten
Kinderhospizdienstes, Mitte September die zahlreichen Teilnehmer der ersten
Fachkonferenz zur Ambulanten Kinderhospizarbeit im Saarland. Dieser war im
April an den Start gegangen. Von den vielfältigen Erfahrungen, die die
beiden hauptamtlichen Hospizfachkräfte Heide Kirsch und Beate Leonhard-Kaul
in dieser Zeit sammeln konnten, berichteten sie auf der Tagung. Aber auch
eine betroffene Mutter, Politiker, Mediziner und Vertreter der Krankenkassen
und des Ministeriums kamen zu Wort und formulierten ihre Erfahrungen und
Erwartungen an den Ambulanten Kinderhospizdienst.
Dass das Leben eines Kindes jäh zerstört wird bevor es beginnt, das ist für
jede Familie schwer zu verkraften. Zukunftspläne werden unsanft durchkreuzt.
Die Eltern müssen Abschied nehmen von ihrem gesunden Kind.
Lebensperspektiven müssen neu entwickelt, der Alltag anders organisiert
werden. Die Familie muss lernen, mit diesem Schicksal zu leben und – das ist
für viele sehr schwer – Hilfe anzunehmen. „Viele Eltern haben Angst, im
Umgang mit ihrem kranken Kind Fehler zu machen“, wusste Beate Leonhard-Kaul,
und so sind die betroffenen Familien um so erleichterter, wenn sie einen
kompetenten Partner an ihrer Seite haben.
In Deutschland sterben jährlich 3.000 Kinder an einer lebensverkürzenden
Krankheit. Ihnen in ihrer verbleibenden Zeit mehr Leben zu schenken, das hat
sich der Ambulante Kinderhospizdienst zum Ziel gesetzt. „Der Bedarf ist da,
die Akzeptanz nimmt zu“, so Heide Kirsch, die gemeinsam mit ihrer Kollegin
den Eltern dabei hilft, Kuranträge zu stellen, Hilfsmittel zu beschaffen,
stationäre Hospizaufenthalte zu organisieren und Versorgungs-Netzwerke
aufzubauen. Dazu gehören auch die Besuche der zahlreichen ehrenamtlichen
Hospizhelfer, die die Eltern entlasten und ihnen „Zeit zum Kraft-Tanken“
schenken.
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Christa Garvert, Geschäftsführerin der Marienhaus GmbH, im Gespräch mit den
beiden Hospizfachkräften Heide Kirsch, Beate Leonhard-Kaul und Klaus
Aurnhammer, dem Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland
(von rechts).
Foto. Alexandra Kaum |
Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales
Pressemitteilung
vom 21.07.2006 - 11:00 Uhr
Sozialminister Josef Hecken: Saarland fördert Hospizeinrichtungen -
bundesweit vorbildlich.
"Menschen bedürfen auch in den schwierigsten Stunden ihres Lebens
Unterstützung und Beistand. Es gilt, die würdevolle Sterbebegleitung und
eine Palliativversorgung im häuslichen und stationären Bereich zu fördern,
um Menschen ein würdevolles und schmerzfreies Sterben mit sozialer und
seelsorgerischer Begleitung zu ermöglichen. Wir brauchen im Bereich der
Palliativ- und Schmerztherapie konkrete Angebote und Hilfen. Wichtig und
hilfreich ist nur eine würdevolle Sterbebegleitung und keine geschäftsmäßige
Sterbehilfeorganisation. Die Angst der Menschen vor einem qualvollen Tod
müssen wir ernst nehmen und ihnen in ambulanten und stationären Hospizen
sowie durch eine wirkungsvolle Palliativmedizin ein würdevolles und
schmerzfreies Sterben ermöglichen. Daher hat die Saarländische
Landesregierung in den vergangenen Jahren die Hospizarbeit finanziell
gefördert und unterstütz", so Sozialminister Josef Hecken. Dies gilt auch
für die Zukunft.
Jedes menschliche Leben sei ein einzigartiges Gut und Teil der göttlichen
Schöpfung, welches es zu bewahren gelte. "Wir müssen es allen Menschen
ermöglichen, ohne unnötige Leiden in Würde - und wo immer möglich und
gewünscht - zu Hause bis zum Tod betreut zu werden", so Hecken, der die
Kassen und Ärzte auffordert, festzulegen, welchen Qualitätsstandards
Palliativversorgung künftig genügen muss.
Im Saarland gebe es mit dem Paul Marien Hospiz in Saarbrücken und dem Hospiz
Emmaus gGmbH in St. Wendel zwei stationäre Hospizeinrichtungen. Darüber
hinaus halten im Saarland 5 Krankenhäuser insgesamt 56 Planbetten im Bereich
Schmerztherapie / Palliativmedizin vor. Im Bereich der stationären hospiz-
und palliativpflegerischen Versorgung rangiert das Saarland im
Bundesvergleich auf einem Spitzenplatz. Der von der Enquête- Kommission
angeführte Bedarf an Palliativbetten von 28,7 bis 35,9 Betten und das
genannte Ziel der Schaffung eines Mindestangebots an Palliativbetten in der
Größenordnung von 35 Palliativbetten/1 Million Einwohner werden im Saarland
mit derzeit 56 Palliativbetten/1 Million Einwohner übererfüllt. Die
Landesregierung hat einen Beitrag zum Aufbau ambulanter Hospiz- und
Palliativzentren (AHPZ) im Saarland geleistet und hat mit einer Fördersumme
von 50.000 Euro jährlich seit dem Jahr 2002 geholfen, wohnortnah Strukturen
zur ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung zu entwickeln und umzusetzen.
Für dieses und nächstes Jahr wurden die Mittel sogar verdoppelt. Zusätzlich
wurden im letzten Jahr die beiden Hospize mit weiteren 50.000 Euro
unterstützt. Auch die Krankenkassen im Saarland haben die Förderung der
Hospizarbeit seit 2002 mehr als verdoppelt. Allein im Jahr 2004 wurden die
Einrichtungen bislang mit 213.900 Euro unterstützt. "Damit konnten die
Strukturen der Hospizarbeit im Land gefestigt und der Grundstein für eine
qualifizierte Weiterentwicklung gelegt werden, die insbesondere im Rahmen
der versicherungsrechtlichen Regelungen eines weiteren Ausbaus bedarf".
Sterbenden ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen, ist nicht
nur das Ziel der Hospizbewegung, sondern Gradmesser einer humanen
Gesellschaft. Die Ängste vieler, insbesondere alter und chronisch kranker
Menschen, die sich vor einem langen Sterbeprozess, vor Schmerzen, aber auch
vor Abhängigkeit und Hilflosigkeit gegenüber ärztlichen Entscheidungen
fürchten, nehme ich sehr ernst", so Sozialminister Josef Hecken.
Hecken würdigte die Pionierarbeit der Hospize im Saarland. Hier sei sehr
früh die Antwort gegeben worden, wie aktive Sterbehilfe durch eine humane
Sterbebegleitung überflüssig gemacht werden könne. Er hob besonders das
beispielhafte Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer
überaus belastenden und schwierigen Ausnahmesituation hervor und dankte
ihnen ausdrücklich für ihre Tätigkeit, ohne die unsere Welt ärmer wäre.
Internet-Link zur Druckversion:
www.saarland.de/prd/prd_drucken.htm?mid=9379
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Land fördert Projekt elektronische
Patientenakte
Ege und Lang: Palliativpatienten werden besser versorgt
„Innovative Wege in der Patientenversorgung sind uns ein großes Anliegen.
Deshalb fördern wir als für Forschung zuständiges Haus die Einführung einer
elektronischen Patientenakte im Modellprojekt der integrierten Versorgung
von unheilbar kranken und sterbenden Menschen.“ Das sagte Staatssekretär Dr.
Christian Ege bei der Übergabe eines Bewilligungsbescheides über rund
225.000 Euro an Armin Lang, als Vertreter des Verbandes der Ersatzkassen im
Saarland.
Durch die Installation eines Palliativ-Care-Teams soll zukünftig die
Versorgung von Schwerkranken und die Begleitung ihrer Angehörigen nachhaltig
verbessert werden. Lang: “Das erfordert eine interdisziplinäre
Zusammenarbeit der Leistungserbringer, um Behandlungsbrüche klein zu halten
und um den Patienten möglichst schonend und ohne Doppelbehandlungen zu
betreuen.“
Die Mitgliedskassen des VdAK/AEV haben sich entschlossen, das Saarland als
Modellregion zur Erprobung des Palliativ-Care Konzeptes und der damit
verbundenen Elektronischen Patientenakte auszuwählen. Zwischen dem VdAK/AEV,
der St. Jakobus Hospiz gGmbH, der Caritasklinik Saarbrücken und dem St.
Michael Krankenhaus (Palliativabteilungen) sowie niedergelassenen Ärzten und
Pflegediensten wurde der Vertrag zur integrierten Versorgung "Optimierte
Palliativversorgung" geschlossen mit dem Ziel einer effektiven und fachlich
angemessenen, qualitätsgesicherten Versorgung von Palliativpatienten in
ihrem persönlichen Umfeld. Die Erfahrungen des Modellprojektes sollen nach
zwei Jahren ausgewertet werden. Bei einem Erfolg könnte das im Saarland
erprobte Modell bundesweit eingesetzt werden.
Die zentral geführte Patientenakte hilft, dass die Informationen über den
Patienten dem Palliativ-Care-Team, den Ärzten, ambulanten Pflegediensten,
ehrenamtlichen Hospizmitarbeitern, Sozialdiensten, Psychologen und Hospizen
kurzfristig zur Verfügung stehen.
In der Modellregion Saarland wird das System MediCOP des Schiffweiler
Unternehmens Medi.As getestet, welches derzeit sehr erfolgreich, aber in
äußerst kleinem Rahmen vom St. Josef Krankenhaus in Neunkirchen eingesetzt
wird. Angesichts des starken Wettbewerbs im Markt elektronischer
Patientenakten hat sich der VdAK/AEV bewusst für den Einsatz dieses Systems
entschieden, da es unabhängig von bereits verwendeter Software der
Beteiligten ist und selbständig im Web Browser läuft. Dies sichert dem
Projekt eine schnellere Akzeptanz bei den Vertragspartnern, da keine
gesonderte Hard- oder Software angeschafft werden muss. Zudem bringt die
praktische Erprobung in der Region dem saarländischen
Medizintechnikunternehmen einen zusätzlichen Startvorteil.
1,45 Mio Euro kostet das Projekt. Rund 815.000 Euro zahlen die Ersatzkassen,
der Projektpartner Medi.As trägt 450.000 Euro bei, das Ministerium für
Wirtschaft und Arbeit 225.000 Euro.
Saarbrücken, 17. Juli 2006
Integrierte Palliativversorgung: Ergänzung, 10.03.2006
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Sie auf den am 7.3.2006 unter Beisein von
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmitt geschlossenen IV-Vertrag zur
Palliativversorgung im Saarland hinweisen. Vertragspartner aller
Ersatzkassen sind niedergelassene Ärzte, 2 Palliativstationen und das St.
Jakobus Hospiz als ambulanter Hospiz- und Palliativpflegedienst (AHPP),
weitere Krankenkassen und Leistungserbringer können beitreten. Bei diesem
IV-Vertrag wird ein sektorenübergreifendes, multiprofessionelles Palliative
Care Team die Behandlung, Pflege und psychosoziale Begleitung der
Leistungserbringer durch palliatives Case Management organisatorisch und
konsiliarisch unterstützen und dafür Sorge tragen, dass ein durchgängiges
hospizlich-palliatives Versorgungskonzept ohne Behandlungsbrüche erfolgt.
Dazu tragen auch eine elektronische Patientenakte, die Sicherstellung der
individuellen Rufbereitschaft und verschiedene Qualitätssicherungsmaßnahmen
bei.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Paul Herrlein,
Geschäftsführer, St. Jakobus Hospiz gGmbH, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken
0681
92700-0
0681
92700-13
www.stjakobushospiz.de
IV-Ansprache
als PDF
Auskünfte auch bei:
Axel Mittelbach,
Referatsleiter,
Grundsatzfragen/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) e.V.,
AEV - Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V.,
Landesvertretung Saarland,
Talstr. 30,
66119 Saarbrücken
0681 92671-17
0681 92671-28
www.vdak-aev.de
Presseerklärung VdAK/AEV-Saarland: Integrierte Palliativversorgung,
Saarbrücken, den 7. März 2006
Nachrichten und Informationen der Ersatzkassenverbände im Saarland
Ersatzkassen im Saarland unterzeichnen bundesweit ersten Vertrag zur
integrierten Palliativversorgung
Umfassendes Angebot zur besseren Versorgung schwerstkranker Menschen
Die Ersatzkassen im Saarland unterzeichnen am 7. März 2006 den bundesweit
ersten Vertrag zur integrierten Palliativversorgung, mit dem die
Kommunikation und Abstimmung aller an der palliativmedizinischen Behandlung
beteiligten Ärzte, Pflegedienste, Krankenhäuser, Apotheken, Krankengymnasten
und weiterer Leistungserbringer qualitativ auf eine neue Grundlage gestellt
wird. Dazu wird auch eine von einer saarländischen Firma entwickelte
elektronische Patientenakte erstmals erprobt.
Ziel des Vertrages ist es, die Versorgung von Menschen mit einer
unheilbaren, zum Tode führenden Erkrankung, bei denen kurative Therapien
abgeschlossen sind, nachhaltig zu verbessern. Mehrere Hausärzte,
niedergelassene Fachärzte aus den Bereichen Onkologie und Schmerztherapie,
zwei Palliativstationen und eine Schmerzklinik sowie ein ambulanter Hospiz-
und Palliativpflegedienst haben gemeinsam mit den Ersatzkassen diese
Konzeption zur integrierten Palliativversorgung entwickelt.
In Deutschland sterben 80 % aller Patienten im Krankenhaus, 15 % in
Pflegeeinrichtungen und nur 5 % aller Menschen sterben zu Hause. Die
Erfahrungen des St. Jakobus Hospizes zeigen, dass durch den Ausbau einer
integrierten, ganzheitlichen, ambulanten Hospizversorgung sogar 8 von 10
Menschen zu Hause sterben könnten.
Außerdem müssen zu viele Menschen immer noch zu lange schwere Schmerzen
ertragen. Menschen ohne Heilungschancen wird eine lindernde Medizin zu lange
nicht ausreichend zuteil. Unzureichende palliative Versorgungsstrukturen
sind hierfür das Haupthindernis.
Der Vertrag regelt die koordinierte und abgestimmte Zusammenarbeit zwischen
Hausärzten, Fachärzten, Kliniken und sonstigen Leistungserbringern, die von
einem Palliativ-Care-Team unterstützt wird. Das Palliativ-Care-Team besteht
aus einer/einem Ärztin/Arzt, einer/einem Gesundheits- und
Krankenpflegerin/-er und einem Sozialarbeiter/-in jeweils mit
palliativmedizinischen Qualifikationen.
Die Ärzte der teilnehmenden Kliniken und die niedergelassenen
Kooperationsärzte wählen die entsprechenden Versicherten aus. Sie beraten
die Versicherten über die Möglichkeiten der integrierten Versorgung mit dem
Ziel, eine Eingangsbefunderhebung durch das Palliativ-Care-Team in Anspruch
zu nehmen.
Das Palliativ-Care-Team stellt innerhalb eines Gespräches mit dem
Versicherten und deren Angehörigen, anhand eines einheitlichen
Erhebungsbogens, den Koordinierungsbedarf fest und entwickelt einen
individuellen Maßnahmenplan.
Die koordinierenden Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf:
- Aufbau bzw. Stabilisierung des
Versorgungsnetzwerkes
- Abstimmung und Anpassung der
medizinisch-pflegerischen Interventionen (Schmerztherapie und
Symptomkontrolle)
- Vorausschauende Symptomkontrolle für
Krisensituationen und Finalphase (Notfallplanung) einschließlich
Organisation der fallbezogenen Rufbereitschaft zur Krisenintervention
- Unterstützung des Akzeptanz- und
Bewältigungsprozesses im Krankheitsverlauf
- Unterstützung und Organisation von
Maßnahmen zur Entlastung für Angehörige
Durch die Einsetzung des Palliativ-Care-Teams wird die bestehende
Versorgungsstruktur der einzelnen Leistungserbringer miteinander vernetzt.
Dies geschieht durch den Aufbau einer verbindlichen Daten-, Kommunikations-
und Entscheidungsstruktur.
Zur Verbesserung der Qualität der Versorgung von Palliativpatienten gehört
auch der regelmäßige fachliche Austausch im Rahmen der individuellen
Beratung und innerhalb der Fallkonferenzen.
Außerdem werden regelmäßig Qualitätszirkel durchgeführt, die u. a. der
Reflexion der Zusammenarbeit dienen. Aus den Erkenntnissen sind, wenn
notwendig, Anpassungen vorzunehmen. Den teilnehmenden Ärzten und sonstigen
Leistungserbringern soll somit innerhalb der integrierten Versorgung die
Möglichkeit geboten werden, sich palliativ-medizinisch weiter zu
qualifizieren. Im Rahmen der Evaluation wird die Auswirkung des palliativen
Casemanagements auf die Qualität und die Wirtschaftlichkeit der Versorgung
von Palliativpatienten überprüft. Das Projekt wird zunächst im Stadtverband
Saarbrücken erprobt. Wenn das Modell erfolgreich ist, soll es mit weiteren
Partnern auf das gesamte Saarland und darüber hinaus auf andere Regionen
ausgedehnt werden.
Mit diesem Vertrag nutzen die Ersatzkassen im Saarland ein weiteres mal die
Chancen der letzten Gesundheitsreform zur Umsetzung integrierter
Versorgungsmodelle, um die bestehenden Defizite im Zusammenwirken der
verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens zu überwinden.
Pressemitteilung
St. Jakobus Hospiz Saarbrücken, Ambulantes Hospiz St. Michael Völklingen,
Ambulantes Hospiz St. Josef Neunkirchen
Aufbau eines ambulanten Kinderhospizdienstes, zum Tag der
Kinderhospizarbeit am 10. Februar 2006
Der Tag der Kinderhospizarbeit wird erstmals in Erinnerung an die
Gründung des ersten Kinderhospizdienstes am 10. Februar 1990 begangen. Er
soll deutschlandweit auf die wichtigen Unterstützungsangebote für Familien
mit Kindern, die an einer lebensverkürzenden Krankheit leiden, hinweisen und
darauf aufmerksam machen, dass Krankheit und Sterben Teil des Lebens von
Anfang an sind.
Da es im Saarland bislang kein eigenes Angebot in der Kinderhospizarbeit
gab, haben sich die drei ambulanten Hospizdienste in Saarbrücken, Völklingen
und Neunkirchen entschlossen, gemeinsam einen ambulanten Kinderhospizdienst
aufzubauen. Sie werden dabei nachhaltig unterstützt von Herzenssache, der
Initiative des saarländischen Rundfunks und des Südwestrundfunks. Mit ihrer
Hilfe soll unter Einbindung der betroffenen Familien eine Fachkraft zur
Beratung und Koordination angestellt, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
geschult und in ihren Einsätzen begleitet sowie Kontakte zu Kinderärzten und
Kliniken, Selbsthilfegruppen, Jugendhilfeeinrichtungen und Seelsorgern
hergestellt werden. Für die Familien steht somit ein zusätzliches Beratungs-
und Entlastungsangebot zur Verfügung, das überwiegend aus Spenden finanziert
wird.
Wer das Projekt durch ehrenamtliche Tätigkeit unterstützen oder sich näher
informieren will, kann sich an das St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken wenden
unter 0681
92700-0 oder
Für
finanzielle Unterstützung steht das Spendenkonto 1673009 bei der Bank 1 Saar
Bankleitzahl 59190000 (Kontoinhaber St. Jakobus Hospiz) unter dem Stichwort
„Kinderhospiz“ zur Verfügung.
Paul Herrlein, St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken
0681 92700-0
0681
92700-13
www.stjakobushospiz.de
Pressemitteilung
Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V./ Deutsche Gesellschaft für
Palliativmedizin e.V.
Ambulante Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland muss
verbessert werden.
Die bedarfsgerechte Versorgung unheilbar schwerkranker und sterbender
Menschen in Deutschland weist nach wie vor erhebliche Defizite auf. Dies hat
im Jahr 2005 die Bundestags-Enquête-Kommission „Ethik und Recht der modernen
Medizin“ in ihrem Abschlussbericht festgestellt. Auch der Bundespräsident
und die Bundesgesundheitsministerin haben wiederholt darauf hingewiesen,
dass die Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen, insbesondere im
ambulanten Sektor, dringend erweitert werden muss, um sehr viel mehr
Menschen als bisher einen Verbleib in der häuslichen Umgebung bis zum Tod zu
ermöglichen.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt konkretisierte diese politische
Absicht im Herbst 2005, als sie ankündigte, „einen eigenständigen
Leistungsanspruch auf eine ’spezialisierte ambulante Palliativversorgung’
für die betroffenen Patientinnen und Patienten“ einführen zu wollen und, „um
eine flächendeckende Versorgung zu ermöglichen“, dafür die Einrichtung von
330 Palliative Care Teams in Aussicht stellte.
Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) und die
Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. (BAG Hospiz) haben diese Empfehlungen
und Ankündigungen sowie die ebenfalls erfreuliche Entwicklung auf dem Gebiet
der Qualifizierung von Fachkräften zum Anlass genommen, gemeinsam eine
Konzeption zu entwickeln, in der die Grundzüge der Arbeit von „Ambulanten
Hospiz- und Palliativzentren“ (AHPZ) beschrieben werden. AHPZ greifen die im
politischen Diskurs geäußerten Ideen auf und sollen in Zukunft eine
Erweiterung des hospizlichen und palliativmedizinischen Engagements im
ambulanten Sektor darstellen. Mit den AHPZ wird das derzeit vorhandene
Leistungspotential in der allgemeinen Hospiz- und Palliativversorgung
gezielt koordiniert und durch ein spezialisiertes Leistungsangebot für hoch
symptombelastete Patienten ergänzt. Wesentliche Merkmale der AHPZ sind deren
multiprofessionelle Ausrichtung, die Möglichkeit, sektorenübergreifend tätig
zu sein sowie die enge Kooperation haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter.
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. und
Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. fordern mit Nachdruck, dass der
Versorgung und Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer
Angehörigen in allen Strukturen des Gesundheitswesens ein wesentlich höherer
Stellenwert als bisher eingeräumt werden muss. Dazu gehört nicht allein die
Förderung der Hospizarbeit nach § 39a SGB V sowie ein unbedingt zu
schaffender Leistungsanspruch auf „spezialisierte Palliativversorgung“,
sondern auch eine adäquate Unterstützung und Honorierung der
niedergelassenen Ärzte und Pflegedienste, deren elementarer zeit- und
betreuungsintensiver Beitrag für eine flächendeckende Versorgung unheilbar
schwerkranker und sterbender Menschen unverzichtbar bleibt.
Ohne die Schaffung und gesicherte Finanzierung von Angeboten zur
hospizlichen Begleitung und palliativmedizinischen Versorgung wird es nur
punktuell gelingen, ein „Sterben in Würde“ zu gewährleisten. Darauf haben
aber alle Menschen in Deutschland einen Anspruch.
Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V., Am Weiherhof 23, 52382 Niederzier
02428
802937
02428
802892
bag.hospiz@hospiz.net
www.hospiz.net
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V., Von-Hompesch-Str. 1, 53123
Bonn 01805
221401
02831
977877
dgp@dgpalliativmedizin.de
www.dgpalliativmedizin.de
Pressemitteilung
St. Jakobus Hospiz Saarbrücken, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saabrücken
0681 927000
0681 9270013
sekretariat@stjakobushospiz.de.
Für Rückfragen steht Ihnen unser Mitarbeiter Roland Best
0681 9270020
zur Verfügung.
Gedenkgottesdienst am 01.02.06 in der Kirche Heilig Kreuz Saarbrücken
„Und er ging mit ihnen, um bei ihnen zu bleiben“ ist der ökumenische
Gedenkgottesdienst überschrieben, zu dem das St. Jakobus Hospiz für
Mittwoch, 01. Februar um 16.00 Uhr in die Kirche Heilig Kreuz, Saarbrücken
einlädt. Angesprochen sind alle Menschen, die 2005 einen Angehörigen
verloren haben und von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des St.
Jakobus Hospizes begleitet wurden. Die Mitarbeiter möchten zusammen mit den
Trauernden der Verstorbenen gedenken. Im Anschluss an den Gottesdienst ist
im Pfarrzentrum bei Kaffee und Kuchen Zeit für persönliche Gespräche.
Weitere Informationen sind erhältlich beim St. Jakobus Hospiz, Am
Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken
0681-927
000 oder
sekretariat@stjakobushospiz.de. |