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St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken

Presseerklärung anlässlich der Übergabe von zwei Peugeot 107 für die ambulante Hospizarbeit am 13.12.2006 am Ludwigsplatz in Saarbrücken

Zuverlässige ambulante Hospiz- und Palliativversorgung braucht zuverlässige Fahrzeuge

Das St. Jakobus Hospiz Saarbrücken betreut seit 1995 schwerstkranke und sterbende Menschen, die bis zuletzt zuhause leben wollen. Im Laufe der Jahre hat sich ein abgestuftes Angebot an Hilfen entwickelt, d.h. die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen können qualifizierte ehrenamtliche Sterbebegleitung, palliative Beratung, und Pflege, sowie umfangreiche organisatorische Hilfen in Anspruch nehmen. Um die notwendigen Hilfen auch zuverlässig und bedarfsgerecht erbringen zu können, sind die 18 haupt- und 60 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf zuverlässige Fahrzeuge angewiesen. In einer gemeinsamen Aktion des Lionsclubs Saarbrücken - St. Johann, der Peugeot Saartal GmbH und des St. Jakobus Hospizes wurden nun zwei neue Peugeot 107 in den Hospizdienst gestellt, die wie Professor Norbert Zenner als Vorsitzender des Lionsclubs betonte, den gestiegenen Anforderungen an die Mobilität in der ambulanten Hospizarbeit gerecht werden sollen. Diese verdeutlichte Hospizleiter Paul Herrlein an der Inanspruchnahme des Hospizes: Im Jahr 2005 haben rund 220 Patienten das Hospiz in Anspruch genommen, im Jahr 2006 sind es aktuell bereits 260, darunter 19 Kinder. Und Dr. Ludwig Distler, Vorsitzender des Hospizbeirates wies darauf hin, dass mit Blick auf die anstehende Gesundheitsreform von einer weiteren Zunahme der ambulanten Hospizarbeit auszugehen sei. Lothar Heitz, Verkaufsleiter der Peugeot Saartal GmbH freute sich, dass der Fuhrpark des Hospizes um zwei weitere Peugeot 107 erweitert werden konnte und die Fahrzeuge maßgeblich dazu beitragen, die Versorgung Schwerstkranker zuhause sicher zu stellen.

   Bei der Schlüsselübergabe (v.l.n.r.): Christiane Sebastian-Welsch, Ärztin, Lothar Heitz Peugeot Saarland, Paul Herrlein Hospizleiter, Profe. Norbert Zenner, Präsident des Lionsclub Saarbrücken St. Johann, Hanna Fischer, Pflegedienstleiterin

Weiter Informationen bei Paul Herrlein St. Jakobus Hospiz Am Ludwigsplatz 5 0681-927000 0681-9270013 www.stjakobushospiz.de


St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken

Presseerklärung 31.10.2006

Pflegen bis zuletzt: Grundwissen Palliativ-Care

Das Ambulante Hospiz St. Josef Neunkirchen, das Hospiz Emmaus St. Wendel und das St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken bieten in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen einen Kursus Palliativ-Care-Grundwissen an.
Der Kurs umfasst vier Tages- und mehrere Abendveranstaltungen und beginnt um 19.00 Uhr (Ende 20.30Uhr), am 15. November 2006. Veranstaltungsort ist das St. Josef-Krankenhaus Neunkirchen, Konferenzraum Haus Elisabeth, Langenstrichstraße 44.
Aufbauend auf den eigenen Erfahrung mit Krankheit, Sterben und Trauer werden medizinische, pflegerische, psychosoziale, spirituelle und ethisch-rechtlichen Frage- stellungen in der Betreuung von Schwerkranken und ihren Angehörigen aufgegriffen und erörtert. Der Kurs ist eine anerkannte Maßnahme der beruflichen Weiterbildung. Deshalb ist eine Freistellung durch den Arbeitgeber von bis zu drei Arbeitstagen pro Kalenderjahr möglich.
Anmeldungen und weitere Informationen beim St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken, 0681-927000 oder unter www.stjakobushospiz.de

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte aus dem Flyer „Pflegen bis zuletzt“.


Pressemitteilung 17.10.2006

Kurs „Sterbende begleiten“ beginnt im November

Das St. Jakobus Hospiz Saarbrücken veranstaltet am Mittwoch den 08.11.2006, 19:00 Uhr im Pfarrheim St. Paulus, Lebacher Str. 119, in Saarbrücken einen Informationsabend über das im November 2006 beginnende Seminar „Sterbende begleiten.“
Der Kurs richtet sich an Menschen, die interessiert sind, ehrenamtlich Schwerkranke, Angehörige, Freunde und Trauende in deren schwierigen Situation zu betreuen. Im Kursus werden erste Grundlagen zu den Themen der palliativen Versorgung Schwerkranker, Krankheitsbilder, Kommunikation und Wahrnehmung, rechtliche und soziale Aspekte bei einer hospizlichen Betreuung vermittelt.
An 14 Abendterminen, beginnend am Mittwoch 15.11.06, jeweils um 19:00 Uhr, referieren fachkompetente Referenten in den Räumlichkeiten des Pfarrheim St. Paulus, Lebacher Str. 119, in Saarbrücken. Die Eigenbeteiligung der Teilnehmer beträgt 35 €.
Nähere Informationen zu diesem Kurs erhalten sie im St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5 in Saarbrücken oder unter 0681-927000.


Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland e.V.

Presseerklärung 6.10.2006

Hospiztag 2006 - „Vernetzung in der Hospizarbeit“, 7.10.2006 Neunkirchen

Hospizarbeit hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt, immer Menschen nehmen die Angebote der Hospizeinrichtungen dankbar in Anspruch. Diese Entwicklung ist erfreulich, vor allem für die Sterbenden und ihre Angehörigen. Hospizarbeit ist vielfältig geworden. Damit wächst aber auch die Aufgabe, die Hospizarbeit in andere Bereiche des Gesundheits- und Sozialwesens einzubringen. Ein entscheidender Weg ist, nach Möglichkeiten der Vernetzung zu suchen. In ganz Deutschland und auch bei uns im Saarland entwickeln sich Projekte, die sich der Frage widmen, wie die Erfahrungen der Hospizarbeit und Palliativmedizin möglichst vielen Menschen zugute kommen können.

So lautet Motto des saarländischen Hospiztages 2006 „Vernetzung in der Hospizarbeit“.

Experten werden von ihren Erfahrungen berichten, die sie in unterschiedlichen Projekten machen:

  • So arbeiten ambulante Hospize intensiv an der Vernetzung mit Hausärzten, Pflegediensten, Gemeinden und anderen sozialen Diensten.
  • Bundesweit vorbildlich ist ein Konzept zur integrierten Versorgung im palliativmedizinischen Bereich im Stadtverband Saarbrücken tätig.
  • Als Kooperations- und Vernetzungsprojekt ist ein Kinderhospizdienst entstanden.
  • Im St. Wendeler Raum läuft mit Unterstützung der Landesregierung ein Modellprojekt, das sich die Etablierung von Hospizarbeit in Altenpflegeeinrichtungen zum Ziel gesetzt hat.
  • Und schließlich kooperieren verschiedene katholische und evangelische Gemeinden mit einem ambulanten Hospizdienst in einem Projekt für trauernde Menschen.

Die Teilnehmer des Hospiztages erhalten Gelegenheit mit den Experten intensiv Fragen zu dikutieren.

Der Hospiztag findet statt am 7.10. 9.00 - 13.30 Uhr im Dienstgebäude VII des Landkreises Neunkirchen, Saarbrücker Straße in Neunkirchen.

In der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. haben sich die meisten der saarländischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen zusammengeschlossen. Der selbst gewählte Auftrag ist es, die Hospizidee in der saarländischen Gesellschaft zu etablieren und voran zu treiben. Dazu dient der intensive Austausch untereinander, die Erarbeitung gemeinsamer Konzepte, aber auch die gemeinsame Vertretung hospizlicher Interessen gegenüber der Politik, den Kostenträgern und den Fachverbänden. Auch diese Arbeit ist ein Teil der geforderten Vernetzungsarbeit. Auch wenn auf diesem Weg schon einiges erreicht wurde, ist noch vieles zu tun.
Angesichts ökonomischer Zwängen zum Sparen, ethischer (Fehl-)Entwicklungen im Bereich der Sterbehilfe, einer weiterhin ungenügenden Ausbildung der Fachkräfte im Bereich von Palliativmedizin und Palliativpflege und einer immer älter, aber auch kränker werdenden Gesellschaft ist Hospizarbeit nötiger denn je. Es gilt das bürgerschaftliche Engagement zu stärken, lokale, regionale und überregionale Strukturen zu schaffen, die in der Lage sind, die Ziele der Hospizarbeit und Palliativmedizin effektiv anzugehen, Impulse für die Aus-, Fort- und Weiterbildung zu setzen und den Dialog mit bereits etablierten Diensten und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialsystems zu suchen. Die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland entwickelt diese Arbeit seit sechs Jahren mit guten Erfolgen.


„Der Bedarf ist da, die Akzeptanz nimmt zu“

Presseerklärung 27.09.2006

Ambulanter Kinderhospizdienst Neunkirchen – Saarbrücken – Völklingen veranstaltete erste Fachkonferenz zur Ambulanten Kinderhospizarbeit im Saarland

Neunkirchen. „Eine Idee nimmt Gestalt an“, mit diesen Worten begrüßte Paul Herrlein, der Geschäftsführer des Ambulanten Kinderhospizdienstes, Mitte September die zahlreichen Teilnehmer der ersten Fachkonferenz zur Ambulanten Kinderhospizarbeit im Saarland. Dieser war im April an den Start gegangen. Von den vielfältigen Erfahrungen, die die beiden hauptamtlichen Hospizfachkräfte Heide Kirsch und Beate Leonhard-Kaul in dieser Zeit sammeln konnten, berichteten sie auf der Tagung. Aber auch eine betroffene Mutter, Politiker, Mediziner und Vertreter der Krankenkassen und des Ministeriums kamen zu Wort und formulierten ihre Erfahrungen und Erwartungen an den Ambulanten Kinderhospizdienst.
Dass das Leben eines Kindes jäh zerstört wird bevor es beginnt, das ist für jede Familie schwer zu verkraften. Zukunftspläne werden unsanft durchkreuzt. Die Eltern müssen Abschied nehmen von ihrem gesunden Kind. Lebensperspektiven müssen neu entwickelt, der Alltag anders organisiert werden. Die Familie muss lernen, mit diesem Schicksal zu leben und – das ist für viele sehr schwer – Hilfe anzunehmen. „Viele Eltern haben Angst, im Umgang mit ihrem kranken Kind Fehler zu machen“, wusste Beate Leonhard-Kaul, und so sind die betroffenen Familien um so erleichterter, wenn sie einen kompetenten Partner an ihrer Seite haben.
In Deutschland sterben jährlich 3.000 Kinder an einer lebensverkürzenden Krankheit. Ihnen in ihrer verbleibenden Zeit mehr Leben zu schenken, das hat sich der Ambulante Kinderhospizdienst zum Ziel gesetzt. „Der Bedarf ist da, die Akzeptanz nimmt zu“, so Heide Kirsch, die gemeinsam mit ihrer Kollegin den Eltern dabei hilft, Kuranträge zu stellen, Hilfsmittel zu beschaffen, stationäre Hospizaufenthalte zu organisieren und Versorgungs-Netzwerke aufzubauen. Dazu gehören auch die Besuche der zahlreichen ehrenamtlichen Hospizhelfer, die die Eltern entlasten und ihnen „Zeit zum Kraft-Tanken“ schenken.

Christa Garvert, Geschäftsführerin der Marienhaus GmbH, im Gespräch mit den beiden Hospizfachkräften Heide Kirsch, Beate Leonhard-Kaul und Klaus Aurnhammer, dem Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland (von rechts).
Foto. Alexandra Kaum

Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales

Pressemitteilung vom 21.07.2006 - 11:00 Uhr

Sozialminister Josef Hecken: Saarland fördert Hospizeinrichtungen - bundesweit vorbildlich.

"Menschen bedürfen auch in den schwierigsten Stunden ihres Lebens Unterstützung und Beistand. Es gilt, die würdevolle Sterbebegleitung und eine Palliativversorgung im häuslichen und stationären Bereich zu fördern, um Menschen ein würdevolles und schmerzfreies Sterben mit sozialer und seelsorgerischer Begleitung zu ermöglichen. Wir brauchen im Bereich der Palliativ- und Schmerztherapie konkrete Angebote und Hilfen. Wichtig und hilfreich ist nur eine würdevolle Sterbebegleitung und keine geschäftsmäßige Sterbehilfeorganisation. Die Angst der Menschen vor einem qualvollen Tod müssen wir ernst nehmen und ihnen in ambulanten und stationären Hospizen sowie durch eine wirkungsvolle Palliativmedizin ein würdevolles und schmerzfreies Sterben ermöglichen. Daher hat die Saarländische Landesregierung in den vergangenen Jahren die Hospizarbeit finanziell gefördert und unterstütz", so Sozialminister Josef Hecken. Dies gilt auch für die Zukunft.
Jedes menschliche Leben sei ein einzigartiges Gut und Teil der göttlichen Schöpfung, welches es zu bewahren gelte. "Wir müssen es allen Menschen ermöglichen, ohne unnötige Leiden in Würde - und wo immer möglich und gewünscht - zu Hause bis zum Tod betreut zu werden", so Hecken, der die Kassen und Ärzte auffordert, festzulegen, welchen Qualitätsstandards Palliativversorgung künftig genügen muss.
Im Saarland gebe es mit dem Paul Marien Hospiz in Saarbrücken und dem Hospiz Emmaus gGmbH in St. Wendel zwei stationäre Hospizeinrichtungen. Darüber hinaus halten im Saarland 5 Krankenhäuser insgesamt 56 Planbetten im Bereich Schmerztherapie / Palliativmedizin vor. Im Bereich der stationären hospiz- und palliativpflegerischen Versorgung rangiert das Saarland im Bundesvergleich auf einem Spitzenplatz. Der von der Enquête- Kommission angeführte Bedarf an Palliativbetten von 28,7 bis 35,9 Betten und das genannte Ziel der Schaffung eines Mindestangebots an Palliativbetten in der Größenordnung von 35 Palliativbetten/1 Million Einwohner werden im Saarland mit derzeit 56 Palliativbetten/1 Million Einwohner übererfüllt. Die Landesregierung hat einen Beitrag zum Aufbau ambulanter Hospiz- und Palliativzentren (AHPZ) im Saarland geleistet und hat mit einer Fördersumme von 50.000 Euro jährlich seit dem Jahr 2002 geholfen, wohnortnah Strukturen zur ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung zu entwickeln und umzusetzen. Für dieses und nächstes Jahr wurden die Mittel sogar verdoppelt. Zusätzlich wurden im letzten Jahr die beiden Hospize mit weiteren 50.000 Euro unterstützt. Auch die Krankenkassen im Saarland haben die Förderung der Hospizarbeit seit 2002 mehr als verdoppelt. Allein im Jahr 2004 wurden die Einrichtungen bislang mit 213.900 Euro unterstützt. "Damit konnten die Strukturen der Hospizarbeit im Land gefestigt und der Grundstein für eine qualifizierte Weiterentwicklung gelegt werden, die insbesondere im Rahmen der versicherungsrechtlichen Regelungen eines weiteren Ausbaus bedarf".
Sterbenden ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen, ist nicht nur das Ziel der Hospizbewegung, sondern Gradmesser einer humanen Gesellschaft. Die Ängste vieler, insbesondere alter und chronisch kranker Menschen, die sich vor einem langen Sterbeprozess, vor Schmerzen, aber auch vor Abhängigkeit und Hilflosigkeit gegenüber ärztlichen Entscheidungen fürchten, nehme ich sehr ernst", so Sozialminister Josef Hecken.
Hecken würdigte die Pionierarbeit der Hospize im Saarland. Hier sei sehr früh die Antwort gegeben worden, wie aktive Sterbehilfe durch eine humane Sterbebegleitung überflüssig gemacht werden könne. Er hob besonders das beispielhafte Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer überaus belastenden und schwierigen Ausnahmesituation hervor und dankte ihnen ausdrücklich für ihre Tätigkeit, ohne die unsere Welt ärmer wäre.

Internet-Link zur Druckversion: www.saarland.de/prd/prd_drucken.htm?mid=9379
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Land fördert Projekt elektronische Patientenakte
Ege und Lang: Palliativpatienten werden besser versorgt

„Innovative Wege in der Patientenversorgung sind uns ein großes Anliegen. Deshalb fördern wir als für Forschung zuständiges Haus die Einführung einer elektronischen Patientenakte im Modellprojekt der integrierten Versorgung von unheilbar kranken und sterbenden Menschen.“ Das sagte Staatssekretär Dr. Christian Ege bei der Übergabe eines Bewilligungsbescheides über rund 225.000 Euro an Armin Lang, als Vertreter des Verbandes der Ersatzkassen im Saarland.
Durch die Installation eines Palliativ-Care-Teams soll zukünftig die Versorgung von Schwerkranken und die Begleitung ihrer Angehörigen nachhaltig verbessert werden. Lang: “Das erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Leistungserbringer, um Behandlungsbrüche klein zu halten und um den Patienten möglichst schonend und ohne Doppelbehandlungen zu betreuen.“
Die Mitgliedskassen des VdAK/AEV haben sich entschlossen, das Saarland als Modellregion zur Erprobung des Palliativ-Care Konzeptes und der damit verbundenen Elektronischen Patientenakte auszuwählen. Zwischen dem VdAK/AEV, der St. Jakobus Hospiz gGmbH, der Caritasklinik Saarbrücken und dem St. Michael Krankenhaus (Palliativabteilungen) sowie niedergelassenen Ärzten und Pflegediensten wurde der Vertrag zur integrierten Versorgung "Optimierte Palliativversorgung" geschlossen mit dem Ziel einer effektiven und fachlich angemessenen, qualitätsgesicherten Versorgung von Palliativpatienten in ihrem persönlichen Umfeld. Die Erfahrungen des Modellprojektes sollen nach zwei Jahren ausgewertet werden. Bei einem Erfolg könnte das im Saarland erprobte Modell bundesweit eingesetzt werden.
Die zentral geführte Patientenakte hilft, dass die Informationen über den Patienten dem Palliativ-Care-Team, den Ärzten, ambulanten Pflegediensten, ehrenamtlichen Hospizmitarbeitern, Sozialdiensten, Psychologen und Hospizen kurzfristig zur Verfügung stehen.
In der Modellregion Saarland wird das System MediCOP des Schiffweiler Unternehmens Medi.As getestet, welches derzeit sehr erfolgreich, aber in äußerst kleinem Rahmen vom St. Josef Krankenhaus in Neunkirchen eingesetzt wird. Angesichts des starken Wettbewerbs im Markt elektronischer Patientenakten hat sich der VdAK/AEV bewusst für den Einsatz dieses Systems entschieden, da es unabhängig von bereits verwendeter Software der Beteiligten ist und selbständig im Web Browser läuft. Dies sichert dem Projekt eine schnellere Akzeptanz bei den Vertragspartnern, da keine gesonderte Hard- oder Software angeschafft werden muss. Zudem bringt die praktische Erprobung in der Region dem saarländischen Medizintechnikunternehmen einen zusätzlichen Startvorteil.
1,45 Mio Euro kostet das Projekt. Rund 815.000 Euro zahlen die Ersatzkassen, der Projektpartner Medi.As trägt 450.000 Euro bei, das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit 225.000 Euro.

Saarbrücken, 17. Juli 2006


Integrierte Palliativversorgung: Ergänzung, 10.03.2006

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Sie auf den am 7.3.2006 unter Beisein von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmitt geschlossenen IV-Vertrag zur Palliativversorgung im Saarland hinweisen. Vertragspartner aller Ersatzkassen sind niedergelassene Ärzte, 2 Palliativstationen und das St. Jakobus Hospiz als ambulanter Hospiz- und Palliativpflegedienst (AHPP), weitere Krankenkassen und Leistungserbringer können beitreten. Bei diesem IV-Vertrag wird ein sektorenübergreifendes, multiprofessionelles Palliative Care Team die Behandlung, Pflege und psychosoziale Begleitung der Leistungserbringer durch palliatives Case Management organisatorisch und konsiliarisch unterstützen und dafür Sorge tragen, dass ein durchgängiges hospizlich-palliatives Versorgungskonzept ohne Behandlungsbrüche erfolgt. Dazu tragen auch eine elektronische Patientenakte, die Sicherstellung der individuellen Rufbereitschaft und verschiedene Qualitätssicherungsmaßnahmen bei.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Paul Herrlein, Geschäftsführer, St. Jakobus Hospiz gGmbH, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken 0681 92700-0 0681 92700-13 www.stjakobushospiz.de

IV-Ansprache als PDF

Auskünfte auch bei:

Axel Mittelbach, Referatsleiter, Grundsatzfragen/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) e.V., AEV - Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V., Landesvertretung Saarland, Talstr. 30, 66119 Saarbrücken 0681 92671-17 0681 92671-28 www.vdak-aev.de


Presseerklärung VdAK/AEV-Saarland: Integrierte Palliativversorgung, Saarbrücken, den 7. März 2006

Nachrichten und Informationen der Ersatzkassenverbände im Saarland

Ersatzkassen im Saarland unterzeichnen bundesweit ersten Vertrag zur integrierten Palliativversorgung
Umfassendes Angebot zur besseren Versorgung schwerstkranker Menschen

Die Ersatzkassen im Saarland unterzeichnen am 7. März 2006 den bundesweit ersten Vertrag zur integrierten Palliativversorgung, mit dem die Kommunikation und Abstimmung aller an der palliativmedizinischen Behandlung beteiligten Ärzte, Pflegedienste, Krankenhäuser, Apotheken, Krankengymnasten und weiterer Leistungserbringer qualitativ auf eine neue Grundlage gestellt wird. Dazu wird auch eine von einer saarländischen Firma entwickelte elektronische Patientenakte erstmals erprobt.
Ziel des Vertrages ist es, die Versorgung von Menschen mit einer unheilbaren, zum Tode führenden Erkrankung, bei denen kurative Therapien abgeschlossen sind, nachhaltig zu verbessern. Mehrere Hausärzte, niedergelassene Fachärzte aus den Bereichen Onkologie und Schmerztherapie, zwei Palliativstationen und eine Schmerzklinik sowie ein ambulanter Hospiz- und Palliativpflegedienst haben gemeinsam mit den Ersatzkassen diese Konzeption zur integrierten Palliativversorgung entwickelt.
In Deutschland sterben 80 % aller Patienten im Krankenhaus, 15 % in Pflegeeinrichtungen und nur 5 % aller Menschen sterben zu Hause. Die Erfahrungen des St. Jakobus Hospizes zeigen, dass durch den Ausbau einer integrierten, ganzheitlichen, ambulanten Hospizversorgung sogar 8 von 10 Menschen zu Hause sterben könnten.
Außerdem müssen zu viele Menschen immer noch zu lange schwere Schmerzen ertragen. Menschen ohne Heilungschancen wird eine lindernde Medizin zu lange nicht ausreichend zuteil. Unzureichende palliative Versorgungsstrukturen sind hierfür das Haupthindernis.
Der Vertrag regelt die koordinierte und abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Fachärzten, Kliniken und sonstigen Leistungserbringern, die von einem Palliativ-Care-Team unterstützt wird. Das Palliativ-Care-Team besteht aus einer/einem Ärztin/Arzt, einer/einem Gesundheits- und Krankenpflegerin/-er und einem Sozialarbeiter/-in jeweils mit palliativmedizinischen Qualifikationen.
Die Ärzte der teilnehmenden Kliniken und die niedergelassenen Kooperationsärzte wählen die entsprechenden Versicherten aus. Sie beraten die Versicherten über die Möglichkeiten der integrierten Versorgung mit dem Ziel, eine Eingangsbefunderhebung durch das Palliativ-Care-Team in Anspruch zu nehmen.
Das Palliativ-Care-Team stellt innerhalb eines Gespräches mit dem Versicherten und deren Angehörigen, anhand eines einheitlichen Erhebungsbogens, den Koordinierungsbedarf fest und entwickelt einen individuellen Maßnahmenplan.
Die koordinierenden Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf:

  • Aufbau bzw. Stabilisierung des Versorgungsnetzwerkes
  • Abstimmung und Anpassung der medizinisch-pflegerischen Interventionen (Schmerztherapie und Symptomkontrolle)
  • Vorausschauende Symptomkontrolle für Krisensituationen und Finalphase (Notfallplanung) einschließlich Organisation der fallbezogenen Rufbereitschaft zur Krisenintervention
  • Unterstützung des Akzeptanz- und Bewältigungsprozesses im Krankheitsverlauf
  • Unterstützung und Organisation von Maßnahmen zur Entlastung für Angehörige

Durch die Einsetzung des Palliativ-Care-Teams wird die bestehende Versorgungsstruktur der einzelnen Leistungserbringer miteinander vernetzt. Dies geschieht durch den Aufbau einer verbindlichen Daten-, Kommunikations- und Entscheidungsstruktur.
Zur Verbesserung der Qualität der Versorgung von Palliativpatienten gehört auch der regelmäßige fachliche Austausch im Rahmen der individuellen Beratung und innerhalb der Fallkonferenzen.
Außerdem werden regelmäßig Qualitätszirkel durchgeführt, die u. a. der Reflexion der Zusammenarbeit dienen. Aus den Erkenntnissen sind, wenn notwendig, Anpassungen vorzunehmen. Den teilnehmenden Ärzten und sonstigen Leistungserbringern soll somit innerhalb der integrierten Versorgung die Möglichkeit geboten werden, sich palliativ-medizinisch weiter zu qualifizieren. Im Rahmen der Evaluation wird die Auswirkung des palliativen Casemanagements auf die Qualität und die Wirtschaftlichkeit der Versorgung von Palliativpatienten überprüft. Das Projekt wird zunächst im Stadtverband Saarbrücken erprobt. Wenn das Modell erfolgreich ist, soll es mit weiteren Partnern auf das gesamte Saarland und darüber hinaus auf andere Regionen ausgedehnt werden.
Mit diesem Vertrag nutzen die Ersatzkassen im Saarland ein weiteres mal die Chancen der letzten Gesundheitsreform zur Umsetzung integrierter Versorgungsmodelle, um die bestehenden Defizite im Zusammenwirken der verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens zu überwinden.


Pressemitteilung

St. Jakobus Hospiz Saarbrücken, Ambulantes Hospiz St. Michael Völklingen, Ambulantes Hospiz St. Josef Neunkirchen

Aufbau eines ambulanten Kinderhospizdienstes, zum Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar 2006

Der Tag der Kinderhospizarbeit wird erstmals in Erinnerung an die Gründung des ersten Kinderhospizdienstes am 10. Februar 1990 begangen. Er soll deutschlandweit auf die wichtigen Unterstützungsangebote für Familien mit Kindern, die an einer lebensverkürzenden Krankheit leiden, hinweisen und darauf aufmerksam machen, dass Krankheit und Sterben Teil des Lebens von Anfang an sind.
Da es im Saarland bislang kein eigenes Angebot in der Kinderhospizarbeit gab, haben sich die drei ambulanten Hospizdienste in Saarbrücken, Völklingen und Neunkirchen entschlossen, gemeinsam einen ambulanten Kinderhospizdienst aufzubauen. Sie werden dabei nachhaltig unterstützt von Herzenssache, der Initiative des saarländischen Rundfunks und des Südwestrundfunks. Mit ihrer Hilfe soll unter Einbindung der betroffenen Familien eine Fachkraft zur Beratung und Koordination angestellt, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer geschult und in ihren Einsätzen begleitet sowie Kontakte zu Kinderärzten und Kliniken, Selbsthilfegruppen, Jugendhilfeeinrichtungen und Seelsorgern hergestellt werden. Für die Familien steht somit ein zusätzliches Beratungs- und Entlastungsangebot zur Verfügung, das überwiegend aus Spenden finanziert wird.
Wer das Projekt durch ehrenamtliche Tätigkeit unterstützen oder sich näher informieren will, kann sich an das St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken wenden unter 0681 92700-0 oder Für finanzielle Unterstützung steht das Spendenkonto 1673009 bei der Bank 1 Saar Bankleitzahl 59190000 (Kontoinhaber St. Jakobus Hospiz) unter dem Stichwort „Kinderhospiz“ zur Verfügung.

Paul Herrlein, St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken 0681 92700-0 0681 92700-13
www.stjakobushospiz.de


Pressemitteilung

Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V./ Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.

Ambulante Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland muss verbessert werden.

Die bedarfsgerechte Versorgung unheilbar schwerkranker und sterbender Menschen in Deutschland weist nach wie vor erhebliche Defizite auf. Dies hat im Jahr 2005 die Bundestags-Enquête-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ in ihrem Abschlussbericht festgestellt. Auch der Bundespräsident und die Bundesgesundheitsministerin haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen, insbesondere im ambulanten Sektor, dringend erweitert werden muss, um sehr viel mehr Menschen als bisher einen Verbleib in der häuslichen Umgebung bis zum Tod zu ermöglichen.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt konkretisierte diese politische Absicht im Herbst 2005, als sie ankündigte, „einen eigenständigen Leistungsanspruch auf eine ’spezialisierte ambulante Palliativversorgung’ für die betroffenen Patientinnen und Patienten“ einführen zu wollen und, „um eine flächendeckende Versorgung zu ermöglichen“, dafür die Einrichtung von 330 Palliative Care Teams in Aussicht stellte.
Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. (BAG Hospiz) haben diese Empfehlungen und Ankündigungen sowie die ebenfalls erfreuliche Entwicklung auf dem Gebiet der Qualifizierung von Fachkräften zum Anlass genommen, gemeinsam eine Konzeption zu entwickeln, in der die Grundzüge der Arbeit von „Ambulanten Hospiz- und Palliativzentren“ (AHPZ) beschrieben werden. AHPZ greifen die im politischen Diskurs geäußerten Ideen auf und sollen in Zukunft eine Erweiterung des hospizlichen und palliativmedizinischen Engagements im ambulanten Sektor darstellen. Mit den AHPZ wird das derzeit vorhandene Leistungspotential in der allgemeinen Hospiz- und Palliativversorgung gezielt koordiniert und durch ein spezialisiertes Leistungsangebot für hoch symptombelastete Patienten ergänzt. Wesentliche Merkmale der AHPZ sind deren multiprofessionelle Ausrichtung, die Möglichkeit, sektorenübergreifend tätig zu sein sowie die enge Kooperation haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter.
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. und Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. fordern mit Nachdruck, dass der Versorgung und Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen in allen Strukturen des Gesundheitswesens ein wesentlich höherer Stellenwert als bisher eingeräumt werden muss. Dazu gehört nicht allein die Förderung der Hospizarbeit nach § 39a SGB V sowie ein unbedingt zu schaffender Leistungsanspruch auf „spezialisierte Palliativversorgung“, sondern auch eine adäquate Unterstützung und Honorierung der niedergelassenen Ärzte und Pflegedienste, deren elementarer zeit- und betreuungsintensiver Beitrag für eine flächendeckende Versorgung unheilbar schwerkranker und sterbender Menschen unverzichtbar bleibt.
Ohne die Schaffung und gesicherte Finanzierung von Angeboten zur hospizlichen Begleitung und palliativmedizinischen Versorgung wird es nur punktuell gelingen, ein „Sterben in Würde“ zu gewährleisten. Darauf haben aber alle Menschen in Deutschland einen Anspruch.

Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V., Am Weiherhof 23, 52382 Niederzier 02428 802937 02428 802892 bag.hospiz@hospiz.net www.hospiz.net
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V., Von-Hompesch-Str. 1, 53123 Bonn 01805 221401 02831 977877 dgp@dgpalliativmedizin.de www.dgpalliativmedizin.de


Pressemitteilung

St. Jakobus Hospiz Saarbrücken, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saabrücken 0681 927000 0681 9270013 sekretariat@stjakobushospiz.de. Für Rückfragen steht Ihnen unser Mitarbeiter Roland Best 0681 9270020 zur Verfügung.

Gedenkgottesdienst am 01.02.06 in der Kirche Heilig Kreuz Saarbrücken

„Und er ging mit ihnen, um bei ihnen zu bleiben“ ist der ökumenische Gedenkgottesdienst überschrieben, zu dem das St. Jakobus Hospiz für Mittwoch, 01. Februar um 16.00 Uhr in die Kirche Heilig Kreuz, Saarbrücken einlädt. Angesprochen sind alle Menschen, die 2005 einen Angehörigen verloren haben und von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des St. Jakobus Hospizes begleitet wurden. Die Mitarbeiter möchten zusammen mit den Trauernden der Verstorbenen gedenken. Im Anschluss an den Gottesdienst ist im Pfarrzentrum bei Kaffee und Kuchen Zeit für persönliche Gespräche.

Weitere Informationen sind erhältlich beim St. Jakobus Hospiz, Am Ludwigsplatz 5, 66117 Saarbrücken 0681-927 000 oder sekretariat@stjakobushospiz.de.


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