Vom Umgang mit Angehörigen!

28. November 2018 14:30 16:30 Uhr
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Fortbildung: Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit

08. November 2018 10:00 17:00 Uhr
Caritas Trägergesellschaft, Rhönweg 6, 66113 Saarbrücken

ethische und rechtliche Bewertungen – Auswirkungen auf das Behandlungsteam und Angehörige

INHALTE

Zunehmend häufiger berichten Mitarbeitende aus Senioreneinrichtungen, Krankenhäusern und Hospizen von Patienten, die durch den freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit sterben möchten. Darunter sind auch Patienten, die sich noch nicht in der terminalen Phase einer Erkrankung befinden.
Mitarbeitende in den Einrichtungen und vor allem die Angehörigen geraten in diesen Situationen unter Druck. Sie suchen nach Möglichkeiten, den Sterbewilligen für das Weiterleben zu motivieren und fragen sich gleichzeitig, ob sie selber etwas falsch gemacht oder übersehen haben.
Für manche ist die Begleitung des Verhungernden und das lange Abschiednehmen qualvoll und mitunter traumatisierend.
Gleichzeitig suchen die Beteiligten und Betroffenen nach einer Absicherung: Was ist rechtlich und ethisch verboten und erlaubt? Wann darf man gegen den geäußerten Patientenwillen handeln und wann nicht?
In dem Seminar werden mithilfe einer erfahrenen Palliativmedizinerin und eines Ethikers Praxisbeispiele besprochen und Handlungsoptionen diskutiert.

Ziele

  • Ist der freiwillige Verzicht (FVNF) ein natürlicher Prozess oder ist es eine Form des Suizids?
  • Wer ist in diesem Prozess der Handelnde? Immer der, der den freiwilligen Verzicht auf Nahrung leistet oder auch das System, das ihn darin begleitet?
  • Ist die Nähe des Todes ein Kriterium (und wenn ja, wie wird dieses Kriterium bestimmt)?
  • Ist Lebenssattheit (in hohem Alter) ein hinreichender Grund, um einen solchen Weg zu beginnen?
  • Wie belastbar ist der Willensausdruck eines Menschen (was wird angeboten, um in einer Situation der Krankheit einen anderen Weg aufzuzeigen)?
  • Rechtliche Aspekte: Welche Rechte und Pflichten haben Mitarbeitende und Angehörige?
  • Darf/ soll/ muss hier auch das Schema palliativer Sedierung greifen? Was können Pflegende und Ärzte in der Phase des Hungerns tun?
  • Müssen wir Menschen zu einer „Rest-Erfahrung“ verhelfen (in dem Sinn, dass ihnen noch Lebenstage ermöglicht – aufgenötigt werden, wenn eine lebenserhaltende Maßnahme eingeleitet wird)?
  • Ist Autonomie hier der entscheidende Lösungsansatz (wie auch bei suizidalen Akten), wenn dem Patienten selbst nicht alle Informationen über seinen Zustand (oder über palliative Maßnahmen) zugänglich oder verständlich sind?

ZIELGRUPPE

Mitarbeitende in Altenhilfeeinrichtungen, Hospizen und Krankenhäusern und
betroffene Angehörige

REFERENT

Georg Beule
Dr. Maria Blatt-Bodewig
Prof. Dr. Dr. Thomas Heinemann

Anmeldung:

m.blatt-bodewig(at)cts-mbh.de