Die LAG Hospiz Saarland e.V. wurde im Januar 2000 gegründet; in ihr sind
bislang alle im Saarland tätigen Hospiz- und Palliativeinrichtungen
zusammengeschlossen.
Die wachsende Zahl hospizlicher Initiativen, Gruppen und Vereine machte
es notwendig, Hospizarbeit durch Kooperation und Vernetzung in ihren
Kräften zu bündeln. Dadurch können die Anliegen der Hospizbewegung
gezielt gesellschaftlich und politisch platziert werden.
Neben mittlerweile 14 ambulanten Diensten gehören auch ein ambulanter
Kinderhospizdienst, vier Palliativstationen und zwei stationäre Hospize
der LAG an.
Die LAG Hospiz Saarland arbeitet aktiv an Kooperationen mit öffentlichen
Organisationen und für Aus-, Fort- und Weiterbildungen; sie handelt
Rahmenvereinbarungen aus, fördert und unterstützt die Tätigkeit der
Ehrenamtlichen u.v.m.
Die Interessen unserer Mitglieder bei Politik und Gesundheitswesen zu
vertreten und konstruktiv mitzugestalten, ist Hauptanliegen der LAG
Saarland. So steht sie den Mitgliedern und auch Außenstehenden mit Rat
und Tat zur Seite:
- LAG-Arbeitsgruppen:
- Entwicklung von Befähigungskursen für
Ehrenamtliche,
- Umsetzung des § 39a Abs. 2 SGB V,
- Qualitätssicherung
im stationären Bereich,
- Austausch von Erfahrungen der Koordinatorinnen
und Koordinatoren unserer Einrichtungen untereinander in regelmäßigen KoordinatorInnentreffen.
- Der Runde Tisch Hospizarbeit im Saarland
gewährleistet regelmäßige direkte Kommunikation auf gesundheits- und
sozialpolitischer Ebene.
- Die Hospiz-Koordinatoren-Stelle und die
Einrichtung der Geschäftsstelle für die LAG ist ein wichtiges Ergebnis
unserer Arbeit und zugleich richtungsweisend für die Relevanz einer
landesweiten Interessenvertretung der Hospizarbeit.
Arbeitsschwerpunkte und Arbeitsergebnisse
- Runder Tisch Hospizarbeit im Saarland zusammen mit Gesundheits- und
Sozialministerium, Pflegegesellschaft, Krankenkassen, Ärztekammer,
Krankenhausgesellschaft, Landkreistag
Ziel: Verbesserung der
Rahmenbedingungen für Hospizarbeit und Palliativmedizin im Saarland.
Ergebnis: Landesförderung der ambulanten Hospizarbeit mit jährlich
50.000 € bis 2005, ab 2006 mit jährlich 100.000 € und ab 2009 mit
jährlich 120.000 € komplementär zur Förderung nach § 39a Abs. 2 SGB V
- Verhandlungen mit den Pflegekassen zur Verbesserung der Vorbereitung auf
die ehrenamtliche Pflege und Begleitung Sterbender
Ergebnis: Ab
September 2001 eine Vereinbarung, die Kosten werden von den Pflegekassen
übernommen. Modellhaft für ganz Deutschland, denn erstmals wurde in
diesem Bereich eine landesweite Regelung erreicht. (§ 45 SGB XI)
- Öffentlichkeitsarbeit: Saarländischer Hospiztag, Fachveranstaltungen,
Presseinformationen, Broschüre zur Hospizarbeit im Saarland,
Benefizkonzerte
- Einrichtung einer Geschäftsstelle und des
Kompetenznetzes Hospiz und Palliative Care für das Saarland, gefördert
durch das Sozialministerium
- Entwicklung von Strukturmerkmalen und
Qualitätskriterien (zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz)
im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zu § 39 a SGB V (neu: ambulante
Hospizversorgung)
- Erarbeitung eines landesweiten
Strukturentwicklungskonzepts für ambulante Hospizarbeit im Zusammenhang
mit der Förderung ambulanter Dienste gemäß § 39a Abs. 2 SGB V
- Entwicklung eines Konzeptes zur Umsetzung der Spezialisierten ambulanten
Palliativversorgung (SAPV) nach § 37 b SGB V
- Entwicklung eines
Curriculums für die Vorbereitung Ehrenamtlicher
- Förderung des
Erfahrungsaustauschs der Hospiz- und Palliativeinrichtungen im Saarland
(Treffen von Koordinatoren, Einsatzleitungen, Ehrenamtlichen usw.)
- Initiative Patientenverfügung: Erarbeitung von Kriterien zur Auswahl von
Patientenverfügungen
- Interregionale Weiterbildungsakademie Palliative Care (IWAP): Gründung der IWAP nach zweijähriger Vorbereitungszeit am
01.01.2009 gemeinsam mit Omega 90 aus Luxemburg und dem Caritasverband
Westeifel
- NETZWERK HOSPIZ: Seit dem Frühjahr 2007 erscheint dreimal
jährlich das Mitgliedermagazin der LAG Hospiz Saarland mit aktuellen
Informationen, thematischen Beiträgen und einem Terminkalender (download
des Magazin auf der Startseite möglich)
Projekte
- Hospiz macht Schule: Seit 2008 organisiert die LAG Hospiz
saarlandweit eine Projektwoche für die 3. oder 4. Grundschulklasse.
Dabei gestalten ehrenamtliche Hospizhelfer eine Woche den Unterricht.
Mit den Kindern werden die Themen Verwandeln/ Wandlungs- Erfahrung (1.
Tag), Krankheit und Leid (2. Tag), Tod und Sterben (3. Tag), Traurig
sein (4. Tag), Trost und Trösten (5. Tag) bearbeitet
- Interregionale
Weiterbildungsakademie Palliative Care – IWAP: Die IWAP ist ein Projekt
das aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im
Rahmen des Programms INTERREG IV A in der Großregion (Luxemburg,
Saarland, Rheinland-Pfalz, Belgien) gefördert wird. Gemeinsam mit dem
federführend Begünstigten, Omega 90 aus Luxemburg und dem Caritasverband
Westeifel hat die LAG Hospiz Saarland in zweijähriger Vorbereitungszeit
ein Konzept für eine Weiterbildungsinstitution im Bereich Palliative
Care in der Großregion erarbeitet. Die Projektidee ist, alle
Weiterbildungsträger, die sich in der saarländischen,
rheinlandpfälzischen, belgischen und luxemburgischen Grenzregion mit
Palliative Care beschäftigen, miteinander zu vernetzen (mehr zur IWAP
siehe Link auf der Startseite)
(Stand: April 2009)
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